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Periodische Augenentzündung - Phlegmonen

Im CAVALLO Symptom-Lexikon finden Sie die Symptome der 100 wichtigsten Pferdekrankheiten. Hier: Periodische Augenentzündung - Phlegmonen.

 

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Foto: Gerhards Im Urin von Mäusen und Ratten stecken Leptospiren. Manchmal dringen die Bakterien ins Augeninnere und entzünden es. Mit jedem neuen Schub wächst die Gefahr, dass das Pferd erblindet.

Periodische Augenentzündung

Eine akute Periodische Augenentzündung kann so schmerzhaft sein, dass Pferde dabei scharren oder flehmen. Einige haben leichtes Fieber, stehen apathisch und appetitlos in der Box.

Manchmal sind beide, manchmal ist nur ein Auge entzündet. Das kranke Auge wird immer wieder zusammengekniffen. Vor allem das obere Lid ist oft sehr stark geschwollen. Auch Binde- und Hornhaut sind häufig geschwollen, außerdem ist die Bindehaut gerötet, und das Auge tränt stark. Die Pupille verengt sich schlitzförmig. Zwischen den akuten Schüben passt sie sich langsamer an Licht und Dunkelheit an als bei gesunden Pferden. Außerdem ist das Auge manchmal von Schlieren getrübt. „Selbst wenn es schon stark geschädigt ist, kann das Auge aber zwischen den Schüben völlig normal aussehen“, sagt Professor Hartmut Gerhards, Leiter der Pferdeklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, der jährlich mehrere hundert Pferde mit Periodischer Augenentzündung behandelt. Eine Untersuchung mit dem Augenspiegel (Ophthalmoskop) sichert die Diagnose.

Liegt die Entzündung eher im hinteren Augenabschnitt, ist dies offenbar kaum schmerzhaft für das Pferd. Dann schreitet die Krankheit leicht unbemerkt voran, bis das Pferd seine Sehkraft einbüßte.

 

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Foto: Gerhards Schon eine kleine Wunde genügt, damit bei Pferden das Bein dick anschwillt und sich daraus ein fieberhafter Einschuss entwickelt.

Phlegmonen

Auffälligstes Symptom ist die Schwellung, die am häufigsten an den Beinen auftritt. Zunächst schwillt nur ein kleiner Hautabschnitt, der beetartig hervorsteht. „Charakteris­tisch ist ein fester, teigiger, schmerzhafter Strang, nämlich das entzündete Lymphgefäß, an der Schenkelinnenfläche“, sagt Dr. Peter Witzmann, Fachtierarzt für Pferde aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart.

Oft dauert es nur wenige Stunden, bis das ganze Bein dick ist und sich nicht mehr beugen lässt. Der geschwollenen Bereich ist heiß und schmerzhaft. Das Pferd lahmt. Die meisten Patienten haben Fieber, werden schlapp und verlieren den Appetit. Häufig schwitzen sie, Puls und Atem beschleunigen sich wegen der starken Schmerzen.

Grundsätzlich können Phlegmonen überall auftreten. Besonders groß werden sie an Stellen mit viel Bindegewebe, etwa Lippen oder Innenseiten der Oberschenkel. Kopfphlegmonen werden lebensgefährlich, wenn die Entzündung auf das zentrale Nervensystem übergreift. Bei Rachenphlegmonen ist die gesamte Ganaschengegend geschwollen, häufig verursachen sie Atemnnot. Das Pferd streckt dabei Kopf und Hals nach vorne, um besser atmen zu können. Typisch sind auch Kau- und Schluckbeschwerden.

Fotostrecke: Nachtschicht: Bilder aus der Pferdeklinik

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Pferdekliniken Notdienste Medizin Koliken Foto: Kraufmann
Pferdekliniken Notdienste Medizin Koliken Foto: Kraufmann
Pferdekliniken Notdienste Medizin Koliken Foto: Kraufmann

Fotostrecke: Sonografie: Ultraschall-Untersuchung am Pferd

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CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners

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19.12.2008
Autor: Redaktion CAVALLO
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