CAVALLO Rasse-Portrait Shagya-Araber

Shagya-Araber sind Allrounder

Die eleganten Reitpferde mit arabischem Ausdruck beweisen Nervenstärke im Wesenstest – und beim CAVALLO Proberitt. Warum sind die Shagya-Araber so selten geworden?

Als Gewichtsträger müssen sich Früchtenichts Shagya Araber nicht beweisen, wenn ich zum Proberitt in den Sattel steige. Aber angesichts der Größenverhältnisse bin ich etwas skeptisch: Meine 1,80 Meter auf einem Pferd knapp über 1,60? Im Sattel von Hengst Balou staune ich jedoch, wie gut mich der Schimmel abdeckt. Zu groß komme ich mir nicht vor.

Balous Gänge sind schwungvoll, er läuft fleißig vorwärts. Als wir auf ein Cavalletti zu galoppieren, merke ich, wie gerne der Hengst springt. Und damit ist Balou ein typischer Vertreter seiner Rasse. Shagya-Araber gelten als sehr springfreudig und talentiert im Parcours. So siegte etwa der Hengst Galan Sha, anerkannt für die Hannoversche Springpferdezucht, in S-Springen gegen Warmblüter. Und auch in der Dressur können die kleinen Pferde durchaus Großes leisten – dank ihrer Reitpferdeeigenschaften
mit ausdrucksstarken Gängen und aktiver Hinterhand.

Die Pferde laufen freilich nicht nur im großen Sport. „Für Freizeitreiter und sogar Reitanfänger eignen sie sich besonders, weil sie sehr geduldig, menschenbezogen und nervenstark sind“, sagt Ingrid Früchtenicht.

21.07.2015
Autor: Redaktion CAVALLO / Sieck
© CAVALLO
Ausgabe 06/2015