GHP: Die 10 besten Übungen zur Gelassenheitsprüfung

Gerittene GHP - Stressfrei im Sattel

Bei der Gerittenen GHP stellt der Reiter das Pferd an der Hand vor und absolviert dann im Sattel im Schritt zehn Aufgaben in einer vom Veranstalter festgelegten Reihenfolge. Er soll feinfühlig und kaum sichtbar auf das Pferd einwirken. Mit etwas Geduld im Training fassen die Pferde Vertrauen und bleiben dabei ruhig.

 

CAVALLO GHP
Foto: Rädlein Auch vor den Luftballons darf das Pferd nicht zurückschrecken.

Bei der Gerittenen GHP darf eine Aufgabe darf maximal dreimal angeritten werden, bevor die nächste begonnen wird. Nach der zweiten nicht absolvierten Aufgabe wird das Paar ausgeschlossen. Mindestens eine halbe Stunde vor der Prüfung oder auch in den vom Veranstalter festgelegten Pausen können die Teilnehmer den Parcours zu Fuß ohne Pferd besichtigen. Die Hilfe dritter Personen bei der Absolvierung der Aufgaben ist nicht erlaubt.

Die Höchstzeit pro Teilnehmerpaar für die Bewältigung des Parcours beträgt sechs Minuten. Beim „Vorstellen“ an der Hand wird der äußerliche Zustand der Pferde überprüft, außerdem die Reinheit der Gänge der/die Richter/Prüfer kann/können taktunreine oder in schlechter gesundheitlicher Verfassung befindliche Pferde jederzeit von der Teilnahme ausschließen.

Pflichtaufgaben der Geführten und Gerittenen GHP:
· Vorstellen an der Hand
· aufsteigende Luftballons hinter Hecke
· Klapperkarre oder Rappelsack
· Regenschirm
· Rückwärtsrichten oder Rückwärtsrichten-L
· Sprühflasche

Aufgaben-Pool der Geführten und Gerittenen GHP:
· Bälle aus Hecke
· Plane oder Wasserplane
· Brücke
· Stangenfächer
· Flatterbandvorhang
· Stangenkreuz/Knisterpassage
· geöffnete Tonne
· Stillstehen

Nur für geführte GHP: Nur für Gerittene GHPs:
· Hufe wässern
· Regenmantel
· Plane über Rücken
· Startklar

Hinweis: Reizauslösende Aufgaben müssen so zum Pferdeführer stehen, dass das Pferd bei einer Reaktion vom Pferdeführer weg ausweicht.

Bewertung bei der Gerittenen GHP:
Ein Pferd gilt als gelassen, wenn es während der gesamten Prüfung unter seinem Reiter ruhig, aber fleißig und gleichmäßig zum Schreiten kommt. Es muss willig auf die Reiterhilfen reagieren und vorsichtig, aber couragiert und aufmerksam sein. Der Reiter sollte so minimale Hilfen wie möglich und nötig geben. Das Pferd darf durchaus natürliche Reaktionen wie zum Beispiel Ohrenspiel oder kurzes Stocken zeigen, wenn es danach die Aufgaben gelassen absolviert.

Auch hier entscheidet über die Gesamtnote die gesamte Leistung eines Teilnehmer-Paares. Bewertet werden die Bereitschaft des Pferdes zur Mitarbeit, die vertrauensvolle Verständigung zwischen Reiter und Pferd sowie die feine Einwirkung des Reiters bei der Absolvierung der Aufgaben.
Der/die Richter/Prüfer fällt/fällen ein Gesamturteil und vergeben eine Note von 1 bis 6. Bei einer nicht erfüllten Aufgabe kann die Endnote höchstens 5 (= mangelhaft) ergeben. Drei nicht erfüllte Aufgaben führen zum Ausschluss von Reiter und Pferd.

Für die Gerittene GHP gelten folg ende Noten:
1 = Sehr gut Absolut gelassenes und fleißig schreitendes Pferd. Sehr gefühlvoller Reiter
gibt meist unsichtbare Hilfen.

2 = Gut Pferd, das vereinzelt winzige Spannungen zeigt, jedoch gelassen weiter schreitet.
Reiter wirkt mit leichten Hilfen ein.

3 = Befriedigend Das Pferd zeigt teilweise Spannungen und schreitet nicht immer ruhig Reiter
gibt deutliche Hilfen.

4 = Ausreichend Deutliche Spannungen, kein gelassenes Schreiten, Pferd ist teilweise widersetzlich. Reiter wirkt mehrmals mit deutlich erkennbaren Hilfen auf sein
Pferd ein.

5 = Mangelhaft Ständig verspanntes Pferd, das vor mehreren Aufgaben erschrickt. Mehrere
Aufgaben werden nicht beim ersten Versuch absolviert. Deutliche Hilfengebung
des Reiters, die vom Pferd nicht angenommen werden.

6 = Ungenügend Pferd ist dauerhaft widersetzlich.


13.01.2009
Autor: Redaktion CAVALLO
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