Pferde scheren: Darauf müssen Reiter bei der Fellpflege achten

Pferde mit Pelz sind schneller aus der Puste

Wenn das Fell der Pferde zum Winter hin dichter wird, schwitzen sie schneller. Aber auch beim Fellwechsel im Frühjahr denken manche Reiter über das Scheren nach, um ihre Pferde schneller vom Winterhaarkleid zu befreien. Ist das nötig? CAVALLO klärt auf.

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Muss Ihr Pferd dagegen täglich richtig arbeiten, schwitzt es stark und trocknet nur langsam, kann Scheren nützlich sein – und zwar nicht nur, weil der Reiter weniger Zeit in die Pflege des Fells investieren muss. Der kurze Pelz fördert die Wärmeabgabe während des Trainings und beschleunigt die Erholung; Pferde mit dickem Winterfell brauchen dazu länger und kommen stärker aus der Puste.

Das stellten Wissenschaftler der Universität Uppsala in Schweden in einer aktuellen Studie fest. Sie untersuchten, wie der Haarschnitt während und nach der Arbeit Herzfrequenz, Atmung und Hauttemperatur beeinflusste. Testpferde waren ein Warmblut, ein New Forest Pony und ein Gotland Pony, die eine festgelegte Strecke im Schritt, Trab und Galopp zurücklegten – mal im Winterfell, dann halbseitig geschoren und schließlich nach einer Komplettschur.

Auf die Herzfrequenz wirkte sich die Rasur zwar nicht aus; doch die ungeschorenen Pferde atmeten schneller, bei den geschorenen Tieren sank die Hauttemperatur, weil sie die Körperwärme besser abgeben konnten.


01.04.2014
Autor: Cathrin Flößer
© CAVALLO
Ausgabe 10/2012