Aufgedeckt: Sechs Mythen über Winterfutter
Frisch statt trocken - Salate und Kräuter
Haben Sie Ihrem Pferd schon einmal Rucolasalat gefüttert? Sie werden staunen, einige Pferde fressen diesen so gerne wie Gras. Ob das Füttern von Salaten sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt.
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„Der Eiweißgehalt von Kopfsalat ähnelt dem von Gras. Wenn ein Pferd Salat in Lebensmittelqualität bekommt, läuft es keine Gefahr“, erklärt Professor Dr. Manfred Coenen vom Institut für Tierernährung in Leipzig.
Selbst Gemüsepflanzen wie Artischocken „werden Pferden in manchen Regionen problemlos gefüttert“, weiß Dorothe Meyer. Auch Kräuter gelten mittlerweile als Allheilmittel im Winter. Doch Vorsicht: Pferde reagieren auf ständiges Füttern von Kräutern sensibel. Nach vier bis sechs Wochen sollte man damit aufhören. Nachweislich hat besonders Thymian eine positive Wirkung auf die Pferdegesundheit. Die Pflanze putzt die Bronchien durch und wirkt beruhigend auf die Atemwege.
Manche Pferdehalter sagen auch Kräutermischungen aus dem Fachhandel, beispielsweise gegen Husten, eine heilende Wirkung nach. „Brennnesseln werden in getrockneter Form gerne gefressen, und in kleinen Mengen haben sie auch keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit“, so Dorothe Meyer. Die Frage ist, wie das Pferd die Stoffe abbaut. „Pferde reagieren auf Kräuter sensibler als Menschen. Das gilt auch für den gern verfütterten Knoblauch“, so Professor Ellen Kienzle.
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