Kraftfutter für Pferde: Was Reiter über Hafer & Müsli wissen müssen

Was steckt in Getreide-Pellets?

Kraftfutter - aber welches? Pferde bekommen Getreide als Futter. Wenn es um die Wahl der Sorte geht, herrschen Vorurteile. Welches Getreide ist optimal für das eigene Pferd? Wovon hängt das ab? Und wie sollten die Körner am besten gefüttert werden?

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CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Hafer Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Gerste Foto: Lisa Rädlein
CAVALLO Kraftfutter Hafer Mais Gerste Müsli - Mais Foto: Lisa Rädlein

Getreidepellets werden in einer Extruder genannten Maschine mit Druck und Wärme geformt. Das macht sie weitgehend keimfrei und lange haltbar. Pellets sind allerdings selten sortenrein, sondern meistens Getreidemixe mit Vitamin und Mineralzusätzen.

Die Wahl der Körnersorte sollte sich nach dem Bedarf des Pferds richten – und nicht nach der Gerüchteküche im Stall. Viele Reiter haben Vorurteile, welches spezielle Getreide Pferden bekommt: Der dürre Blüter braucht angeblich Gerste oder Mais; den rundlichen Norweger sticht leicht der Hafer. „Dass die Rasse beeinflusst, welches Getreide gut vertragen wird, ist wissenschaftlich nicht belegt“, sagt Constanze Röhm. Physiologisch gesehen ist jedes Pferd gleich. Tatsächlich beobachten Fütterungsexperten jedoch Unterschiede. „Kurzbeinige Typen mit großen Köpfen haben oft eine effektivere Verdauung als langbeinige Pferde mit feinen Köpfen“, sagt Constanze Röhm. Deshalb brauchen ihrer Erfahrung nach kompakte Typen in der Regel weniger Getreide als langbeinige Vollblüter.

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Futter löst keine Trainingsprobleme

Fütterungsempfehlungen, die sich allein an Rasse, Alter oder der Nutzung eines Pferds orientieren, sind laut Constanze Röhm problematisch: „Jedes Pferd ist anders und muss individuell gefüttert werden. Standards bieten nur eine grobe Orientierung.“ Sie prüft deshalb bei jeder Futterberatung auch die Lebensumstände des einzelnen Pferds. „Die beste Fütterung nützt nichts, wenn in der Haltung und beim Training etwas grundlegend schief läuft.“

Schief gewickelt sind auch Pferdebesitzer, die sich keine Gedanken über die Fütterung ihrer Vierbeiner machen, sich blind auf Stallbetreiber verlassen oder Getreiderationen rein nach Augenmaß zuteilen. Denken Sie daran: Fütterungsfehler belasten das Pferd, statt es in Sachen Leistung zu unterstützen.

Damit Sie sich bei der Körnerwahl nicht mehr auf Gerüchte und Hörensagen verlassen müssen, zeigt CAVALLO Ihnen die wichtigsten Vor- und Nachteile gängiger Körnerfutter inklusive Müsli.


07.08.2012
Autor: Melanie Tschöpe
© CAVALLO
Ausgabe 05/2012