Pferde richtig füttern: CAVALLO macht den Müsli-Test

Müsli als Jungbrunnen aus dem Eimer?

Müslis sollen beim Pferd den Stoffwechsel ankurbeln, die Abwehrkräfte steigern und das Altern bremsen. Doch was steckt in den Vital-Müslis, die den Markt überschwemmen - sind sie wirklich gesund?

Anti-Aging-Müslis sollen den Alterungsprozess von Körperzellen verlangsamen. Das Patent-Rezept sind sogenannte Radikalfänger. Doch brauchen ältere Pferde diese Stoffe wirklich? Vermutlich bilden ältere Pferde mehr freie Radikale als junge Tiere. Freie Radikale sind Abfallprodukte des Stoffwechsels. Sie schädigen Zellen und beschleunigen so den Alterungsprozess von Organen, Knochen sowie der Haut.

„Zink, Selen, Vitamin E und andere Antioxidantien können diese Radikale unschädlich machen“, sagt Professor Jürgen Zentek vom Institut für Tierernährung der Freien Universität in Berlin. „Ob sie aber in der Lage sind, damit die Zellen jung zu halten, ist unklar.“ Trotzdem raten Fütterungsexperten, älteren Pferden die doppelte Portion dieser Nährstoffe in den Trog zu schütten, da bei Senioren die Speicherungsfähigkeit des Körpers abnimmt.

Bierhefe, die Vitamin B enthält, und Vitamin C stärken Knochen und Organe von Senioren. Wichtig: Das Müsli nicht mit heißem Wasser aufgießen, sonst verkochen die Vitamine. Um den Jungbrunnen möglichst lange sprudeln zu lassen, sollten Reiter ihren Pferden stets hochwertige Eiweiße füttern. Falten, die sich rund ums Maul bilden können, lassen sich weder mit einem Anti-Aging-Müsli noch mit einer Q10-Creme glätten

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01.09.2013
Autor: Redaktion CAVALLO
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