Pferdefütterung: Heu nach Wunsch - Der Heubutler für Pferde

Heu kommt automatisch nach oben

Mobile Heuraufe: Er lässt das Pferd nie hungern, stoppt Staub im Stall und spart Arbeit: Der Heubutler von Ralf Döringshoff ist der perfekte Helfer für Stallbetreiber.

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Foto: Volker Hagemeister Die fahrbare Raufe wird vor der Boxentür geparkt. Diese muss unbedingt zusätzlich gesichert werden.

Der Inhalt des Butlers drängt automatisch nach oben: Gewichte im Inneren ziehen einen Zwischenboden hoch. In die Raufe passen etwa 30 Kilo Heu, schätzt Döringshoff. Das hält bei einem Großpferd locker anderthalb Tage vor und spart so Arbeit. Und sei eine artgerechte Form der Fütterung, wie die auf Pferdeernährung spezialisierte Tierärztin Dr. Kathrin Irgang aus Traunstein betont: „Es liegt in der Natur des Pferds, einen Großteil des Tages Raufutter aufzunehmen. Seine Verdauung ist darauf eingestellt, ständig mit Nachschub versorgt zu werden.“ Der Heubutler sorge zudem wie ein Heunetz dafür, dass Pferde sich nicht so leicht überfressen.

Zudem wirke sich die Fütterung mit dem Heubutler positiv auf die Körperhaltung des Pferds aus, meint Döringshoff. Eigentlich gilt die Bodenfütterung als optimal, da sie dem natürlichen Fressverhalten des Pferds entspricht. In freier Wildbahn verbringt es bis zu 17 Stunden am Tag damit, mit gesenktem Kopf Grashalme vom Boden zu rupfen.

Dabei ist es in Bewegung. Im Stall geht das nicht. Da muss es beim Futtern ein Bein nach hinten stellen. „Entsprechend der natürlichen Schiefe des Pferds ist das meist das linke Vorderbein“, beobachtete Döringshoff, der auch Pferdeosteopath ist. Auf Dauer führe das zu einer Überbelastung des Beins und Problemen bei Sehnen, Bändern und Fesselträger sowie Hufrollenentzündung. „Frisst das Pferd hingegen aus dem Heubutler, kann es vorne geschlossen stehen. Linkes und rechtes Vorderbein werden gleichmäßiger belastet“, erklärt Döringshoff. Das bestätigt Barbara Welter-Böller, Leiterin der Fachschule für osteopathische Pferdetherapie in Schneverdingen/Niedersachsen.

Die Oberkante des Heubutlers sollte nicht über die Höhe des Ellenbogengelenks des Pferds hinausragen. „Sonst kommt es beim Fressen ins Hohlkreuz“, sagt Döringshoff. Er will die mobile Raufe daher auch in etwa vier verschieden hohen Versionen anbieten.

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14.03.2013
Autor: Susan Pickers
© CAVALLO