Pferdestall im Test - Aktivstall Reitzeit

Gesunde Pferde im Aktivstall Reitzeit


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CAVALLO Stall-Scout - Reitzeit GBR
Foto: cavallo

 

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CAVALLO Stall-Scout - Aktivstall Reitzeit
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Eva Baumann hat auf der schwäbischen Alb ein Paradies für 140 Schul- und Pensionspferde geschaffen. Von ihrem Aktivstall profitiert jeder. Nur der Tierarzt nicht.

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Und wie fügen sich neue Vierbeiner ein? Bis jetzt sei noch jedes Pferd erfolgreich integriert worden, sagt Eva Baumann. Nicht zuletzt, weil sie den Pferden viel Zeit lässt. Dadurch gibt es auch kaum Biss- und Trittverletzungen. „Das erste Jahr ist meistens das Schwerste, dann aber haben sich auch eingefleischte Boxenpferde eingelebt.“

Die große Herde hilft dabei, denn unter so vielen Pferden findet ein Neuzugang leichter Anschluss. Nur Hengste nimmt Baumann nicht auf: „Das ist mir schlicht zu viel Stress, da bieten andere Betriebe bessere Möglichkeiten.“ Viele Umbauten machten den Hof zum Pferdeparadies: Die beiden alten Kuhställe beherbergen die große Liegefläche, das Reiterstübchen und die sogenannte
Sattelallee. Hier hängen die Schulpferde-Sättel an der Wand, und jeder Einsteller hat seinen
eigenen Sattelschrank.

Ein Detail fällt sofort ins Auge: Liebevoll gestaltete Bilderrahmen für jedes Pferd ersetzen die üblichen Einheits-Namensschilder. Im früheren Putenstall befindet sich die Reithalle mit angeschlossenem Heulager, in der Scheune wird Heu geknabbert. Neu gebaut wurden der Außenplatz,
ein Longierzirkel sowie weitere Fressständer samt Laufwegen. Insgesamt stehen den Pferden rund 3000 Quadratmeter gepflasterte Auslaufläche zur Verfügung.

Die werden vor allem im Winter genutzt, wenn die Pferde nur auf die Matschkoppel dürfen. Zwei Gänge führen vom Stall hangabwärts zum Weidetor, einer davon mit Treppe. Sie ist aus der Not entstanden, da die Pferde im Winter auf dem abschüssigen Pfad schnell ins Rutschen kamen. Die Stufen sind im Galoppabstand angeordnet und werden auch so genutzt, wie Tinker Eddie demonstriert. Bei dem Fitnessprogramm ist es nicht verwunderlich, dass das Durchschnittsalter der Reitzeit-Pferde mit Ü 20 recht hoch ist. Schulpferde bleiben bis an ihr Lebensende auf dem Hof. Wer kann, hat weiterhin eine Aufgabe, etwa als Therapiepferd.

Ponydame Nelly spaziert noch mit 32 Jahren zusammen mit einem älteren Herrn, der sie ins Herz geschlossen hat, durchs Gelände. Dank frischer Luft und viel Bewegung sind Infektionen, Koliken oder kranke Atemwege selten. Auch Beine und Hufe machen kaum Probleme. „Unser Tierarzt verdient trotz der 140 Pferde schlecht“, erzählt Eva Baumann, „denn außer Wurmkuren und Impfungen gibt es für ihn kaum etwas zu tun.“ Damit dürfte er so ziemlich der Einzige sein, der nicht vom Reitzeit-Konzept profitiert.

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Reitschulen im Test Foto: Miriam Kreutzer
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Reitschulen im Test Foto: Miriam Kreutzer
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29.05.2015
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO
Ausgabe /2015