Pferdestall im Test - Hof Brüning

Gruppenhaltung auf Hof Brüning

Bei Familie Brüning entwickeln sich aus Jungpferden gesunde und leistungsstarke Pferde. Das Rezept der Züchter: Futteranalyse, viel Bewegung und flexible Gruppen.

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CAVALLO Stall Scout Hof Brüning Hannes Brüning Foto: Alena Brandt
CAVALLO Stall Scout Hof Brüning Foto: Alena Brandt
CAVALLO Stall Scout Hof Brüning Foto: Alena Brandt

 

CAVALLO Stall Scout Hof Brüning
Foto: Alena Brandt Die Ställe auf dem Hof der Familie Brüning sind hell und luftig. Die Pferde können von dort aus direkt auf große Weiden. Fohlen wachsen in der Gruppe auf.

Die zweite Etappe der Stallrunde führt in den Jungpferdestall – das neueste Gebäude der Anlage. 2010 ließ ihn die Familie nach eigenen Wünschen bauen. Was war ihnen dabei wichtig? „Junge Pferde brauchen Freunde, Licht und frische Luft.“ Ein weiterer Aspekt: Jungpferde-, Stuten- und Reitpferdestall sind voneinander abgegrenzt. Das soll das Ansteckungsrisiko bei Krankheiten senken. „Die Turnierpferde kommen so nicht in Berührung mit den jungen Tieren und Zuchtstuten,“ erklärt Hannes Brüning.

Der Jungpferdestall ist insgesamt 73 Meter lang. Links und rechts von der fünf Meter breiten Stallgasse sind einzelne Laufställe, auf einer Seite des Stalls mit Außenpaddocks. In jedem ist Patz für fünf bis zehn junge Pferde. „Die Größen sind nicht einheitlich, damit wir die Pferde flexibler einteilen können.“ Eine Längsseite des Stalls ist offen. Das sorgt für Helligkeit, und es strömt immer frische Luft hinein.

„Im Winter ist es im Stall genauso kalt wie draußen“, sagt der Züchter. Damit es nicht zieht, haben Brünings die Erde vom Bau zu einem Wall vor den Außenpaddocks aufgeschüttet. Über einen Gang in der Mitte ist der Stall in zwei Hälften geteilt. Die Pferde können darüber direkt auf die Weide. Praktisch: Die Trennwände zwischen den einzelnen Abteilen der Laufställe lassen sich zum Misten umklappen. Und durch die breite Stallgasse passt ein Futterwagen. Der serviert den jungen Pferden fertig gemischtes Fressen auf Rädern. „Die Pferde können den ganzen Tag fressen, so vermeiden wir Futterneid.“ Damit die Pferde optimal mit Nährstoffen versorgt sind, lässt der Züchter im Herbst eine Grundfutteranalyse machen. Das Mineralfutter wird darauf abgestimmt.

Gut durchdacht ist auch das Zusammenführen der einzelnen Pferde in Gruppen. „Alle neuen Pferde zur Aufzucht kommen an einem Tag. So ist die Situation für alle gleich“, erklärt Hannes Brüning. Die Gruppen stellt er nach Alter und Geschlecht zusammen. Sie umfassen nie mehr als zehn Pferde. „Das vermeidet Streit sowie Verletzungen und erleichtert uns die Kontrolle“.

Auf der letzten Etappe geht es in den Reitpferdestall. Hier stehen die Pferde in großen Boxen. Auf Paddocks und Weiden drumherum dürfen sie sich frei bewegen. Direkt nebenan sind Reit- und Longierhalle, Außenplatz und eine Führanlage. Und was fehlt dem Züchter noch für die Reise in die Zukunft? Nichts. „Gerade bin ich genauso, wie es ist, einfach wunschlos glücklich.“

Eckdaten

Kontakt: Hof Brüning,
27305 Süstedt-Ochtmannien
www.hof-bruening.de

Haltung: Zucht- und Ausbildungsstall, Gruppenhaltung und Boxen Anlage: Reithalle (42 X 16 Meter), Außenreitplatz (25 x 65) mit Ebbe-Flut-System, Longierhalle, Führanlage, große Weideflächen

Preis: Jungpferd: 200 Euro, Zuchtstute: 280 Euro im Monat inklusive Rau- und Kraftfutter.

Freie Plätze: Auf Nachfrage.

Das Video zum Artikel gibt es unter: www.cavallo.de/stallrunde


Inhaltsverzeichnis

19.05.2015
Autor: Cavallo
© CAVALLO
Ausgabe Oktober 2013/2013