Zaun-Check: Sind Ihre Weiden sicher eingezäunt?

So kontrollieren Sie Ihren Koppelzaun

CAVALLO Zaun-Check - Weide-Special
Foto: Rädlein
Zum Schutz der Pferde: Ist Ihre Weide sicher eingezäunt? Mit unseren Tipps kann das wirklich jeder Reiter ganz leicht prüfen. Also, keine Angst vorm E-Zaun und ran an die Litze!

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Der Zaun-Check ist nur was für Weideprofis? Von wegen! Der Aufwand ist gering, der Nutzen gewaltig. Schließlich geht es um die Sicherheit Ihres Pferds! Als Selbstversorger müssen Sie sich ohnehin selbst um sichere Koppeln kümmern. Und auch als Einsteller im Pensionsstall ist es gut, sich ein eigenes Bild vom Zaun zu machen. Sie brauchen vor allem Ihre Augen, Hände und Ohren.

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Foto: Rädlein Die Litze führt den Strom.

Die LITZE

Die LITZE leitet den Strom über feine Drähte, Leiter genannt. Sind die kaputt, ist Schluss mit E-Zaun-Power. Natürlich können Sie nicht jedes Drähtchen der gesamten Litze kontrollieren, aber massive Defekte (Band ist ausgefranst) stechen schon ins Auge. Bruchstellen entstehen häufig bei den Isolatoren, hier genauer hinschauen! Die Litze muss zudem im Isolator liegen, nicht dahinter auf dem Metall. Ist die Litze um Isolatoren gewickelt oder verknotet, brechen Drähte. Diesen Teil der Litze austauschen: einfach den kaputten Teil herausschneiden und mit Verbindern ein neues Stück einsetzen. Sind Querlatten aus Holz oder Metall an Ihrer Koppel, schauen Sie sich die Befestigung an: Herausstehende Schrauben oder Nägel müssen Sie entfernen und erneuern. Sind die Latten noch stabil? Rütteln Sie daran. Morsche, rissige Balken müssen ausgetauscht werden.

 

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Foto: Rädlein Das Tor schließt die Weide.

Das TOR

Das TOR muss mit einer Hand leicht zu öffnen und zu schließen sein. Einen genauen Blick sollten Sie vor allem auf die Griffe werfen. Der Kunststoff darf keine Risse oder spröden Stellen haben. Außerdem sollte die Feder im Griff problemlos funktionieren. Es gibt spezielle Isolatoren für Torgriffe, die sich sehr bequem handhaben lassen (Torgriffisolatoren ab 0,50 €/Stück). Am Griff darf die Litze auch nicht geknotet sein (Leiter-Bruch). Die Verbindung können Sie kinderleicht mit einem Bandanschluss oder Verbindern herstellen.

 

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Foto: Rädlein Die Pfosten müssen stabil sein.

Die PFOSTEN

Die PFOSTEN sind das Fundament des Zauns. Um zu prüfen, ob sie stabil sind, einfach kräftig an jedem einzelnen wackeln. Gibt ein Pfosten nach, ist er vielleicht nicht tief genug in der Erde verankert. Ist das der Fall, rammen Sie den Pfosten z.B. mit einem Hammer in den Boden, so verdichtet sich die Erde drum herum. Graben Sie ihn nur ein, ist die Erde lockerer, also instabiler. Holzpfosten sind teils auch lose, weil sie morsch sind. Ist der Pfosten an den sichtbaren Stellen schon brüchig, wird er im Boden bei ständiger Feuchtigkeit noch poröser sein.

 

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Foto: Rädlein Die Isolatoren geben der Litze Spannung.

Die ISOLATOREN

Die ISOLATOREN wirken unscheinbar, sind aber wichtig: Sie geben der Litze Halt und die nötige Spannung. Der Isolator sollte fest im Pfosten verankert sein. Das bedeutet, dass das ganze Gewinde im Pfosten verschwinden muss. Erneuern Sie Isolatoren mit Rissen.

Fotostrecke: Fotostrecke: Weidezaun-Prüfgeräte im Test

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Weidezaun-Prüfgeräte AKO wireless Foto: Lisa Rädlein
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11.08.2016
Autor: Redaktion CAVALLO / Lilli Fink
© CAVALLO
Ausgabe /2016