Standpunkt: Pferdefreundliche Haltung von Hengsten

Artgerechte Haltung für Hengste

CAVALLO Moritzburger Hengsttage
Foto: Privatarchiv
Hengste sind einfach toll. Sie machen viel her, haben Ausstrahlung und präsentieren sich gerne. Deswegen sind sie bei Showreitern so beliebt. Die sind meist Pferdeprofis und können mit den Tieren umgehen. Bei vielen anderen Haltern ist das leider nicht der Fall und die Hengste fristen ein trauriges Dasein hinter Gittern. Das darf nicht sein!

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Schuld sind die romantischen „Fury“-Ideen, die viele Reiter und mehr noch Reiterinnen im Hinterkopf haben. Sie müssen partout einen Hengst haben. Gerade Reitanfänger legen sich gerne so ein Renommierstück zu, mitunter spendieren auch die Eltern ihrer pferdebegeisterten Tochter einen „Schwarzen Hengst“.

Klingt nach Klischee? Habe ich aber oft genug so erlebt, weil mir solche Tiere häufig zum Schlachtpreis angeboten wurden. Denn nach dem Kauf folgt meistens schnell die Ernüchterung. So schön es sein mag, einen Hengst zu besitzen, so wenig sind die meisten so einem Tier gewachsen. Hengste bauen sich nun einmal gerne auf und reagieren heftiger als gemütliche Wallache.

Viele Reiterinnen überfordert das. Der Besitzerstolz wandelt sich dann schnell in Angst vor dem eigenen Pferd und die Abwärtsspirale beginnt. Der Hengst verbringt immer mehr Zeit in seiner Box.


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29.07.2013
Autor: Madeleine Martin
© CAVALLO
Ausgabe Juli 2013/2013