Ein untypischer Gesell

 

Exterieur Quarter Horses
Foto: Salata

Eindruck:

Untypisches Quarter Horse. Schimmel sind selten; sein Körper wirkt nicht harmonisch. Nur die gut bemuskelte Hinterhand erinnert an die Rasse. Cutting oder Reining ist eher nicht sein Fall. Es ist ein gutes Pferd für Pleasure oder Trail, wenn es immer rundgeritten wird.

Kopf und Hals:

Der Kopf (1) wirkt im Verhältnis zum zierlichen Hals zu schwer. Ganaschenfreiheit ist vorhanden. Das Genick ist in Ordnung (2). Der Hals ist zu kurz und zu hoch angesetzt (Fachsprache „aufgesetzt“).

Vorhand:

Die Schulter ist im Vergleich zur Hinterhand zu steil; die Trapezlinien (3) und (4) haben nicht denselben Winkel.

Rücken:

Zu lang. Das Pferd wirkt dadurch zu rechteckig. Um ein gutes Exterieur zu
haben, müßte das Pferd an der hinteren senkrechten Linie aufhören.

Hinterhand:

Gut bemuskelt, steht aber nicht weit genug unterm Pferd. Der Hinterhuf muß auf oder vor der senkrechten Linie Kruppenmitte-Boden liegen.

Beine:

Die Röhren sind im Verhältnis zum Unterschenkel zu lang (5). Lange Röhren entsprechen nicht dem Zuchtziel, obwohl wissenschaftlich nicht erwiesen ist, ob lange Röhren verletzungsanfälliger sind oder das Pferd wackeliger stehen lassen.

03.04.2010
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO
Ausgabe 05/2003