CAVALLO Fairness Award 2010 für das HIT-Aktiv-Konzept

Herr HIT lässt Pferde laufen

… und bekommt den CAVALLO Fairness Award in der Kategorie „Unternehmen“. Sein pferdefreundliches HIT-Aktiv-Konzept macht Offenställe salonfähig.

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CAVALLO Fairness Award 2010
Foto: Arturo Rivas Das HIT-Team freut sich über die Auszeichnung.

Schmuddel in der Scheune, Fressen im Regen und Hufe im Matsch waren gestern. Der Offenstall von heute kann ein Aktivspielplatz für Pferde sein und bietet als kleinsten Nenner die drei L, die Thorsten Hinrichs wichtig sind: „Licht, Luft, Laufen“, sagt der Landwirt und studierte Landbauer, der mit seiner Firma „Hinrichs Innovation + Technik“ www.aktivstall.de vor zehn Jahren die Pferdehaltung umkrempelte.

Und das kam so: Hinrichs ärgerte sich über die muffigen Boxen, die er für seine eigenen Pferde gemietet hatte. Er baute ihnen einen Laufstall – und stellte fest, dass befreundete Pferdebesitzer ihm die Bude einrannten. „Es hat mich nicht mehr losgelassen, dass sich in der Pferdehaltung etwas ändern musste“, sagt der 45-Jährige. „Man weiß heute so vieles darüber, aber Wissen muss man auch verkaufen, nicht nur in Büchern beschreiben.“ Das tut er mit einem 25-köpfigen Team, das bis heute 410 Aktivställe plante – für 10 oder 60 Pferde, für jeden Bedarf und fast jedes Budget das passende Konzept. Billiglösungen lehnt Hinrichs ebenso ab wie faule Kompromisse, denn jeder Offenstall mit unzufriedenen Pferden ist Wasser auf die Mühlen der Gruppenhaltungs-Skeptiker.

„Anfangs haben wir uns auch mal breitschlagen lassen, wenn ein Kunde unsere Pläne selber mit Flatterband und Bordmitteln umsetzte oder einen Stall für 20 Pferde wollte, wo nur 15 reinpassen. Aber genug Platz, gute Bodenbefestigung und sichere Zäune sind ein Muss.“ Über den CAVALLO Fairness Award, den HIT für die preiswür-dige Erfolgsidee verdient hat, freut sich Thorsten Hinrichs: „CAVALLO hat uns von Anfang an Mut gemacht, als wir 1999, damals noch kaum bekannt, bei der Equitana mit Hilfe der Redaktion einen Musterstall zeigen konnten.“

Der 411. Stall wird im August auf Gut Schörghof in Bayern eröffnet; 30 Pferde sollen einziehen, für je 420 Euro pro Monat. „Nie billiger machen als eine Box. Der Offenstall bietet dem Pferd ja viel mehr“, rät Hinrichs, der Stallbesitzern auch beim Marketing und beim Betreuen der Einsteller hilft und mal Personalchef, mal Psychologe spielt: „Nehmt nur Leute und Pferde, die zu eurem Stall passen. Klare Regeln, dann herrscht Ruhe. Nicht der Kunde ist König, sondern sein Pferd.“


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20.08.2010
Autor: Christine Felsinger
© CAVALLO
Ausgabe 08/2010