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Die freie Wahl: Welche Reitweise passt zu mir?
Cowboy & Co
Die Ära Jean-Claude Dysli: Das Westernreiten brachte coole, bequeme Pferde nach Deutschland – nur die Sättel sind manchmal unbequem.
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Wurzel des Westernreitens ist die Ranch-Arbeit der US-amerikanischen Cowboys. Deren Ursprung liegt in der spanischen Doma Vaquera, die zusammen mit den europäischen Eroberern den Atlantik überquerte. In den 70er Jahren brachte der Schweizer Jean-Claude Dysli die Reitweise als einer der ersten nach Europa – zusammen mit den Westernpferden. In Deutschland fand das Westernreiten dank leichter Hilfen und entspannter Pferde schnell Anhänger.
Es gibt zwei Stile: Der altkalifornische ist eng mit der iberischen Vaquero-Tradition verbunden. Die typische Cowboy-Reitweise entstammt dem texanischen, durch die großen Viehtriebe beeinflussten Stil.
Das Cowboy-Pferd musste sich in Selbsthaltung am losen Zügel, den der Reiter einhändig führte, trittsicher und ausbalanciert bewegen; die gewünschten Manöver musste es auf leichte Signale (Impulse) ausführen. Bei der Rinderarbeit waren starke Nerven, schneller Antritt, selbstständige Mitarbeit und Gespür für Kühe nötig – der sogenannte Cowsense. Diese Eigenschaften bringen die kompakten und muskulösen Quarter Horses mit. In Deutschland gibt es bereits mehr als 30?000 Tiere; nur in den USA, Kanada und Mexiko leben mehr. Zum Westernreiten eignen sich aber nicht nur Quarters, Paint Horses oder Appaloosas. Pferde anderer Rassen können problemlos umgestellt werden – und erstaunliche Erfolge erzielen. Das größte Problem sind die für weniger kompakte Pferde oft unpassenden Westernsättel. Die bekanntesten Disziplinen des modernen Western-Turniersports sind Reining, Pleasure, Cutting und Trail.
In Deutschland gab es im Jahr 2001 geschätzt 200?000 Western-reiter, heute dürften es noch deutlich mehr sein. Größter Verband ist die 1978 gegründete Erste Westernreiter Union (EWU). Ihre Turniere sind offen für Pferde aller Rassen.



