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Schwedische Gardinen
Fressgitter machen das Füttern auf den ersten Blick leichter. Ihre Tücken liegen im Detail – und können tödlich sein. CAVALLO zeigt, worauf Sie achten müssen.
Wer Pferde sauber und sparsam füttern will, schickt sie hinter Gitter. Denn hinter Fressgittern sind Heu und Silage jederzeit erreichbar, ohne dass die Tiere sie im Paddock verteilen oder unter die Einstreu matschen.
So ökonomisch Fressgitter sind, so tödlich können sie sein. Für Kaltblut-Junghengst Barahir zum Beispiel. „Eines Morgens lag er ins Fressgitter verkeilt tot im Laufstall“, sagt seine Besitzerin Diana Hartig. Sie ließ ihn nicht obduzieren, die Todesursache blieb deswegen unklar.
Dr. Michael Weiler aus Gelnhausen in Hessen glaubt nicht, dass Barahir sich das Genick brach: „Pferde mit Genickbruch haben nach dem Tod meist eine andere Kopf-Hals-Position.“ Wahrscheinlicher für den Tierarzt ist, dass der Hengst vor Panik oder Schmerzen ins Gitter rannte, stürzte, sich nicht mehr befreien konnte und dann in Gefangenschaft starb. Dr. Weiler kennt noch zwei ähnliche Fälle: „Die tot im Fressgitter gefundenen Pferde hatten eine Wirbelfraktur und einen Oberschenkelbruch."
Bis zum Tod ihres Pferds dachte Barahirs Besitzerin nicht im Traum daran, dass ein praktisches Fressgitter für den Hengst zur tödlichen Falle werden könnte. Erst jetzt sieht sie, dass die Stangen und Raufen in jeglicher Form nicht nur Vor-, sondern auch jede Menge Nachteile haben.
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18.09.2008
© CAVALLO Ausgabe 06/2008
Autor: Melanie Tschöpe
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