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Fressgitter für die Weide
Im Freien übernehmen Futterraufen die sparsame Heu- und Silagefütterung.
Auch sie werden Pferden gefährlich, wenn die sich in Gittern verfangen oder an Dachblechen und Kanten stoßen.
Diese Risiken entschärfen Raufenhersteller, so gut es geht: Dächer und Treckerkupplungen von Ballenraufen erhalten Schutzbügel, bei senkrechten Gittern wird jeder zweite Fressplatz verschlossen.
Dennoch würde Stefan Schniedermeier, Geschäftsführer des Stallausrüsters Stephanshof, Raufen mit senkrechten Gittern nicht überall einsetzen: „Sie eignen sich besonders für ruhige Gruppen mit relativ stabiler Rangfolge. Bei Rangeleien an der Raufe können die Tiere nicht schnell genug fliehen und schlagen leicht mit den Kopf an.“ Für unruhige Gruppen mit Fluktuation rät er zu Raufen mit Palisadengitter ohne obere Querstange.
Oben offene Rundraufen aus Stahlblech gibt es mit und ohne Palisadengitter. Beide Varianten erlauben schnellere Fluchten als die überdachten Ballenraufen und haben weniger Kanten. Dafür gibt es andere Nachteile: „Sie besitzen keinen Boden. Das Futter kann die Feuchtigkeit aus der Erde aufnehmen und verderben“, sagt Günter Herkert. Separat erhältliche Dächer zum Wetterschutz sind oft nicht sehr stabil und gefährlich.
Panel-Fressgitter sind für Großpferde zu niedrig und nur bei vorübergehender Einzelhaltung geeignet. In den instabilen Provisorien können allerdings auch Ponys hängen bleiben.
Ein Restrisiko bleibt immer, etwa wenn Pferde in gitterlose Rundraufen hineinklettern, aber nicht wieder hinauskommen. Zumindest das passiert hinter Gittern sicher nicht.
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18.09.2008
© CAVALLO Ausgabe 06/2008
Autor: Melanie Tschöpe
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