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Richtige Einstreu: So unterbinden Sie Stallgestank
In aller Frische
Stinkende Ställe provozieren Streit mit Nachbarn. Ein paar simple Regeln und Miefkiller reinigen die Atmosphäre.
Sandra und Carlo Mazzanti waren so verzweifelt, dass sie Katzenstreu kauften. „Eine Nachbarin hatte zwei Jahre lang versucht, uns die Pferdehaltung wegen zu viel Gestanks verbieten zu lassen“, erzählt Sandra Mazzanti, die mit Mann und vier Pferden auf einem Bauernhof nahe Aachen lebt.
Die Lösung des anrüchigen Problems ist kreativ, aber teuer: Damit die Luft rein wird, streuen Mazzantis unters Stroh eine Betonitschicht aus Katzenstreu, die Urin aufsaugt und Geruch Ammoniakgeruch verhindert. Das Gemisch wird im Container gelagert und von einem Entsorgungsunternehmen abgeholt, was etwa 250 Euro im Halbjahr kostet. Zusätzlich versprüht Carlo Mazzanti ein- bis zweimal wöchentlich per Rückenspritze den Geruchsbinder Maskomal, der für Schlachthäuser und Kläranlagen entwickelt wurde.
„Bei uns stinkt nichts mehr“, versichert Sandra Mazzanti. Dennoch dauerte es lange, bis die streitbare Nachbarin klein beigab und ihre Klage wegen fehlender Erfolgsaussichten zurückzog. Der kuriose Fall ist keine Einzelerscheinung. Wenn Anwohner sich am Pferdegeruch stören, gibt es immer wieder Ärger bis hin zu Haltungsverboten.
„Gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) haben Nachbarn ein Recht darauf, dass Geruchsbelästigungen durch Pferde auf ein Minimum reduziert werden“, erklärt Ingolf Bender, Sachverständiger für Pferdehaltung. Klare gesetzliche Regeln gibt es jedoch nicht; bei Streit entscheiden die Gerichte anhand der örtlichen Umstände und geben bis zu 10.000 Euro teure Gutachten in Auftrag.
CAVALLO erklärt, wie Sie teuren Mief und lästigen Ärger vermeiden.



