Tolle Bilder: So erlebt Vielseitigkeitsreiter Michael Jung die Geländeprüfung in Marbach - plus Fotostrecke! mehr ...
Kennen Sie die Bedutung der Bahnpunkte?
Eselbrücke: So können Sie sich die Bahnpunte merken
„Schon seit den 1920er-Jahren zerbrechen sich Reiter die Köpfe über die Gründe für die unlogische Buchstabenfolge“, sagt Anna Raschke.
Die Berliner Ausbilderin stieß in den 1929 erschienenen „Turnier-Erinnerungen“ eines Berliner Turnierrichters auf frühe Spuren der Verwirrung. Der Mann schrieb unter dem Pseudonym Charly Miller wörtlich: „Erst habe ich gedacht, die Buchstaben könnten die Anfangsbuchstaben französischer Dressurausdrücke sein – mit der Annahme bin ich in die Brüche geraten, trotzdem ich zweimal das französische Dolmetscherexamen summa cum laude gemacht habe. (NB. Einer meiner Freunde, der auf seine Sprachkenntnisse stolz ist, meinte „A“ stände für Angtreh [Berliner Aussprache von französisch „Entrée“ = Eingang]!! ) Schließlich hat einer der bei den Einzelprüfungen anwesenden Sportsmen mir gegenüber die Vermutung ausgesprochen, der Buchstabensalat sei extra erfunden worden, um neben dem reiterlichen Können auch noch die geistigen Fähigkeiten der Beteiligten zu prüfen.“ Zitat Ende.
Manche Reiter vermuten, dass sich die Buchstaben nur möglichst deutlich in Klang und Optik unterscheiden sollten, um Verwechslungen zu vermeiden. Andere ordnen sie dem deutschen Kaiser zu. An den Seiten des des Paradeplatzes oder der höfischen Reithalle seien die Standorte verschiedener Personen durch Buchstaben markiert gewesen. K habe für Kaiser gestanden, F für Fürst, E für Edeling (oder Ehrengäste), B für Bannerträger, S für Schatzkanzler, H für Hofmarschall. Warum sich jedoch am Paradeplatz bei M die Meier (Gutsverwalter, Gutspächter oder Milchverarbeiter) aufgehalten haben sollen, scheint ebenso unlogisch wie die Buchstabenfolge selbst.
Die Franzosen suchen die Bedeutung der Buchstaben ebenfalls bei ihren Herrschern. Die einen vermuten, Generäle Napoleons hätten Pate gestanden, wobei „X“ den Kaiser selbst bezeichnet haben soll. Andere glauben, die Buchstaben stünden für die zahlreichen Mätressen des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Und auch in England gibt es eine nationale Legende: Die Buchstaben sollen die Initialen der Pferde repräsentieren, die ihre Boxen rund um den königlichen Reitplatz hatten.
Tipp:
Mit diesen Eselsbrücken können Sie sich die Buchstabenfolge am 40er-Viereck leichter merken:
- Mein Bester Freund Anton Kann Einen Heben, Cheers
- Alle Kühe Essen Heu, Camele (oder Cälber) Mögen Besseres Futter
- Charly, Mein Bock, Frisst Alles: Karotten, Einstreu, Heu
- oder auf Englisch: All King Edward‘s Horses Can Manage Big Fences
Für das 60er-Viereck inklusive Mittellinie hilft folgender Spruch:
- Mein Ross Braucht Paraden Für Alle Korrekten Volten, Es Soll Hinter Cäsar Gehen In Xanthippes Leichter Dressur
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Workshop: Sieben zentrale Trainingsprobleme und die Profi-Lösungen



