Monty Roberts Learning Center: Wie sinnvoll ist sein Konzept?

Böse Menschen und ein bisschen Trallala

Gut Aiderbichl, der bekannte Tierschutzhof im österreichischen Ort Henndorf, Jahresende 2003: Das Fernsehen ist für Dreharbeiten vor Ort. Auch Andrea Kutsch ist eingeladen, um Join-up zu demonstrieren.

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Aiderbichl-Chef Michael Aufhauser bittet den Trainer Nikolas Adametz, die Monty-Roberts-Schülerin zu unterstützen. Die fragt nach einem geeigneten Pferd, woraufhin Adametz mehrere Problem-pferde anbietet: „Der beißt, dieser schlägt aus, und jener bockt.“ Solche Pferde freilich will die Pferdefrau nicht joinen. Stattdessen entscheidet sie sich für ein altes, ehemaliges Springpferd (Adametz: „lammfromm, lieb und total brav“). Nach mehreren Stunden Join-up im Roundpen entläßt Andrea Kutsch das Pferd wieder aus der Arbeit, das Fernsehen hat ausreichend Bilder. Adametz ist empört wegen der Joinerei des alten Gauls und stellt Kutsch zur Rede, die ihre Aktion nach seiner Aussage mit den denkwürdigen Worten begründet: „Ich mache nur ein bißchen Trallala – das ist das, was die Leute wollen.“

Stellungnahme nicht erwünscht

Einen Tag, nachdem Andrea Kutsch von CAVALLO um Stellungnahme gebeten wurde, bekam die Redaktion ein Fax mit englischem Text, darunter stand Monty Roberts Name in Druckbuchstaben. Als Absender fungiert Andrea Kutschs Hof Hellerholz in Alveslohe, wo sich nun das MRLC befindet. Das Fax bezeichnet Dr. Dorothe Meyer als „Erpresserin“. Angeblich habe sie schon im April 2003 mit Monty Roberts wegen Emarielle telefoniert und verlangt, er solle „Tausende von Euros zahlen“ oder sie würde ihn „in der deutschen Presse zerstören.“ Er aber müsse sich vor bösen Menschen schützen, „egal ob sie einen Tierarzttitel haben oder ein Magazin.“ „Ich werde nicht zahlen, und deswegen droht Dr. Meyer weiter.“ Dr. Dorothe Meyer hält Roberts Behauptungen für absurd. Sie hat mittlerweile eine Unterlassungsklage eingereicht.

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18.01.2011
Autor: Patricia Klöpsch
© CAVALLO
Ausgabe 01/2005