Nicht jedes Pferd braucht einen Beschlag

Barhuf-Pflege leicht gemacht

CAVALLO Barhuf-Pflege
Foto: Rädlein
Werden Pferdehufe korrekt getrimmt, brauchen sie keinen Beschlag. Lediglich Matsch, Kot, Urin und zuviel Fett oder Öl sind Gift.

 

Rädlein CAVALLO Barhuf-Pflege
Foto: Rädlein Viele Pferde kommen gut ohne Beschlag durchs Leben.

Hat ein Pferd gesunde Hufe und wird nur mäßig auf Schotter oder Asphalt geritten, kommt es oft ohne Beschlag zurecht – vorausgesetzt, seine Hufe werden von einem Fachmann so sorgfältig behandelt, dass sie in der Balance bleiben.

Das Hornwachstum liegt bei sechs bis acht Millimeter pro Monat; ein Huf braucht „etwa ein Jahr, bis er einmal komplett durchgewachsen ist“, sagt Hufschmied Uwe Lukas. Die beste Voraussetzung für gesunde Barhufe ist bereits die Fohlenaufzucht. Hier entscheiden eine möglichst natürliche Haltung und regelmäßige Hufkorrekturen mit über die spätere Hufqualität.

Stehen Pferde permanent auf der Weide, braucht ein Barhuf vom Pferdebesitzer nichts weiter als eine regelmäßige Reinigung. „Meistens ist es sogar besser, kleinere Steinchen in der weißen Linie zu lassen, da beim Entfernen das Horn beschädigt wird“, sagt Jürgen von Grumbkow-Pfleiderer, Huforthopäde nach Biernat aus dem württembergischen Erbstetten.

Holen Sie das Pferd von der Weide in die Box, ist es sogar besser, Erde im Huf zu lassen. „In diesem Fall schützt die Erde den Huf vor den aggressiven Bakterien im Mist“, sagt von Grumbkow-Pfleiderer.

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10.11.2010
Autor: Cathrin Flößer
© CAVALLO
Ausgabe 06/2010