Tolle Bilder: So erlebt Vielseitigkeitsreiter Michael Jung die Geländeprüfung in Marbach - plus Fotostrecke! mehr ...
Rasseporträt Araber-Berber: Pferde aus Marokko
Araber-Berber - Die Freiheitskämpfer
Araber-Berber kennen in Marokko weder Selbsttränken noch Elektro- zäune. Ein Crashkurs macht sie fit für deutsche Koppeln und Reiter.
Mehr zum Thema Exterieur-Coach: Welcher Typ ist Ihr Pferd? Finden Sie es selbst heraus! Studie: Reitdisziplin und Pferdecharakter korrespondieren Donaudelta-Pferde: Interview mit Tierschutzverein "Vier Pfoten" CAVALLO Mistgabel für die Rodeo-Tradition in Uruguay
Jedes Pferd, das ich aus Marokko hole, ist eine gerettete Seele“, sagt Dr. Susanne Geipert, 35. Seit gut acht Jahren züchtet sie im hessischen Laubach Araber-Berber und benannte ihr Gestüt nach dem berühmten Berber-Krieger Azzayani. Während der für die Freiheit Marokkos kämpfte, streitet Geipert für eine erstklassige Araber-Berber-Zucht in Deutschland, in der die Klasse beider Rassen verschmelzen soll. 30 der rund 120 bundes-deutschen Araber-Berber stehen auf ihrem Gestüt, darunter die fünf einzigen gekörten Hengste.
„Alles Originalimporte“, sagt Geipert und beobachtet kritisch ihre neueste gerettete Seele, die zugleich gekört ist: Rapphengst Houssam Ait Azzayani, 5, lebt seit Juli 2002 in Deutschland und war mal wieder ein Zufallstreffer. „Die besten Pferde finde ich in Marokko immer zufällig“, erzählt Geipert. Sie ist Agraringenieurin, arbeitete zehn Jahre in nordafrikanischen Entwicklungsprojekten, spricht fließend Arabisch und kennt Land und Leute. Trotzdem kämpft auch sie auf jeder Marokkoreise mit schlechten Straßen, sturen Bauern und lahmer Bürokratie.
„Viele denken, ich fahr’ da runter, lad’ die tollsten Pferde auf und fahr’ wieder nach Hause“, sagt Geipert. „Das ist aber ganz anders. Ich fahre Tausende von Kilometern für eine Handvoll guter Pferde.“ Nur wenige der 160 000 marokkanischen Araber-Berber entsprechen nämlich Geiperts Qualitätsanforderungen: guter Charakter, korrektes Exterieur, richtiger Typ.
„Houssam war ein Tip von einem LKW-Fahrer. Der fragte, ob wir schwarze Pferde suchen.“ Also fuhr Geipert zum Züchterstall, guckte in die landestypische Steinbox und war entzückt. „In so einem Moment gilt es, nicht zu viel zu grinsen, sonst wird’s immer teurer.“
Immer auf dem Laufenden - CAVALLO-Newsletter bestellen Live bei Twitter: CAVALLO-Highlights auf einen Blick
In diesem Artikel
Pferderassen im Porträt



