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Rittigkeit im Gelände: So fasst Ihr Pferd Vertrauen
Reiten Sie immer vorwärts!
CAVALLO-Redakteurin Diana Maier hat einen Geländereitkurs gebucht – und bekam ein ganz hervorragendes Lehrpferd.
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Mit einem Knotenhalfter in der Hand gehen wir zur Koppel. „Da fangen meine Kurse an“, sagt Uwe Göbel, Leiter und Inhaber der FN-Reitschule „Die Glockenreiter“. „Hier zeigt sich, mit wem ich es zu tun habe.“ Ich schnappe mir den Fuchs Napoleon, der Paul genannt wird. „Die Pferde stehen von April bis November draußen“, sagt Göbel. Der geprüfte Wanderreitführer hat Pferdeverstand: Sein Stall ist modern und gepflegt. Mein Fuchs trägt einen hochwertigen Wanderreitsattel.
Das ist für unseren Ausritt das Richtige. Für den Notfall steckt in der Satteltasche ein Hufpflege-Set. Damit könnte man sogar ein lockeres Eisen entfernen. Als die Pferde geputzt und gesattelt sind, führen wir sie vom Hof. Erst nach einem kurzen Fußmarsch klettern wir in den Sattel.
Ein Stein dient als Aufstiegshilfe. „So schonen wir den Rücken“, erklärt Uwe Göbel. Die erste Klippe: eine Betonbrücke mit steilem Anstieg. Sie führt uns über einen Fluss. Beim Anblick wird mir mulmig.
Die Pferde kennen das Ungetüm und trotten friedlich weiter. Weiter geht es über eine Wiese und eine Böschung hinauf. „Anlehnung halten, Po aus dem Sattel.“ Gesagt, getan. Paul kommt als erster oben an. „Gut gemacht. Fürs Gelände gilt: immer vorwärts. Ein Pferd, das umdreht, sprengt die Gruppe“, erklärt Göbel. Eine klare Regel, die ich mir merke. Im Wald traben wir an. Ich reite hinten. Kommen Spaziergänger, hebt Uwe Göbel die Hand und pariert durch. Auf einem Pfad durchs Unterholz zeigt sich Paul trittsicher. „Reiten Sie mal von uns weg“, fordert Göbel. Paul zögert, macht aber mit. Ein prima Kerl. Dann der erste Galopp: Paul quietscht, buckelt kurz und reiht sich dann brav hinter Göbel ein. „Wie einst Napoleon“, scherzt Göbel. „Klein, aber oho.“ Nach mehr als zwei Stunden sind wir wieder am Hof. Es war ein toller Ritt – und ein prima Lehrpferd.
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