Warme Füße: 7 Profi-Tipps zum Reiten bei frostigen Temperaturen

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Wer sich bei eisigen Temperaturen längere Zeit im Freien aufhält, sollte zuvor eine energiereiche Mahlzeit zu sich nehmen. Die Erfrierungsgefahr von Füßen und Händen ist größer, wenn ein akuter Energiemangel oder schlimmer, ein Erschöpfungszustand vorliegt. In diesem Fall versucht der Körper, sein Zentrum auf Temperatur zu halten. Das geschieht auf Kosten der Wärmezufuhr für die Extremitäten. Die optimale Menü-Zusammensetzung für Winterausritte: 70 Prozent Kohlenhydrate, 20 Prozent Proteine und 10 Prozent Fett. Nudeln mit einer mageren Fleischsoße sind hier die erste Wahl, beispielsweise Spaghetti Bolognese. Unterwegs sollten zusätzliche Kohlenhydrate gegessen werden, bevor der Hunger einsetzt. So gerüstet, kann der Organismus bis zu acht Stunden der Kälte trotzen.
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Reiter und Motorradfahrer kämpfen im Winter gleichermaßen mit kalten Füßen. Ich trage bei Ausfahrten immer dünne Sportsocken aus Synthetik-Mischgewebe, zum Beispiel die RU4 von Falke. Sie verteilen die Feuchtigkeit gleichmäßig im Schuh, damit diese schnell verdunsten kann. Als zweite Schicht wähle ich hochwertige Merinowollsocken (Woolpower 600). Wolle erzeugt in Verbindung mit Wasser durch eine biochemische Reaktion zusätzlich Wärme für den Fuß. Daher ist sie optimal für lange Wintertouren.
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Halten Sie nicht nur die Füße, sondern den gesamten Unterkörper warm. Ich trage Angora-Unterwäsche, dazu eine dicke Strumpfhose, Skisocken und darüber kuschelige Frottee-Socken. Anstelle dünner Reitstiefel empfehle ich Muck Boots mit Lammfell-Einlegesohlen. Die sind wasserdicht und halten lange warm. Durch ihre geringe Breite eignen sie sich zum Misten und zum Reiten. Außerdem sind sie sehr bequem, weil sich das dehnbare Neoprenmaterial auch breiteren Waden anpasst.
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Entscheidend ist, dass die Füße gut durchblutet werden. Beim Reiten liegen die Oberschenkel oft fest am Sattel an, und das Schuhwerk ist zu eng. Gerade bei Menschen mit Gefäßverengung (Arteriosklerose) kann das die Durchblutung stark beeinträchtigen und zu Erfrierungen führen. Erste Anzeichen dafür sind taube Zehen. Leider wird dieses Taubheitsgefühl häufig ignoriert. Mein Tipp: Pausen einlegen, die Beine ausgiebig bewegen und nach Möglichkeit aufwärmen. Falls dennoch Erfrierungen in Form weißer Zehenkuppen auftreten, die Füße mit lauwarmem und sterilem Wasser wieder aufwärmen.
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Normale Reitstiefel sind im Winter zu dünn und bieten keinen Platz für dicke Socken. Daher kombiniere ich Chaps mit stabilen Schuhen. Dennoch muss der Körper bewegt werden, damit die Füße nicht auskühlen. Schließlich sind sie am weitesten vom Herz entfernt und daher besonders anfällig für Unterkühlung. Deshalb nehme ich öfter die Füße aus dem Steigbügel, bewege sie, oder ich gehe ein Stück, um die Durchblutung anzuregen.
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Ich benutze akkubetriebene Heizsohlen der Marke Hottronic, die es im Internet gibt (www.rextex.de). Wenn ich im Winter Reitstunden gebe und viel rumstehe, sind die klasse. Die Temperatur lässt sich in vier Stufen regulieren, der Tragekomfort ist super, und die Batterie hält bei leichter Heizstufe den ganzen Tag. Auf der höchsten Heizstufe bringen sie die Fußsohlen regelrecht zum Glühen. So lassen sich sogar eiskalte Füße blitzschnell aufwärmen.
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Als Kutscher bin ich nicht auf schmale Stiefel angewiesen, um in den Steigbügel zu kommen. Daher habe ich mir bereits vor 15 Jahren Jagdstiefel mit Lammfell-Innenfutter der Marke Frankonia gekauft. In Verbindung mit Funktionssocken aus Polyester bleiben meine Füße den ganzen Tag über warm, egal, wie kalt es draußen ist. Das Geheimnis ist die dicke, isolierte Sohle. Auf diese Weise kann die Kälte vom Boden nicht in den Stiefel kriechen.
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05.01.2012
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO
Ausgabe 01/2012