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Tierkommunikation: Die Psycho-Tricks der Gurus
Fall D: Ein Freund in Beige
Bei der Farbe des Pferdefreunds von Ponystute Pandora lag die Tierkommunikatorin richtig. Anderswo war sie fahrlässig.
Pandora (19 Jahre) wird Tierkommunikatorin Urte C. als unproblematisches Pferd geschildert mit kleinen altersbedingten Wehwehchen (Spat, etwas steif). Die Besitzerin will wissen, ob die Stute Schmerzen hat, ob sie gerne geritten wird, und ob sie sich nach dem Umzug in einen neuen Offenstall wohl fühlt?
Aussage Urte C.: Das Telefonat besteht vor allem aus Fragen. Frau C. fragt nach Kopfschmerzen bei der Besitzerin und nach dem Pferdezahnarzt. Das habe Pandora nicht gemocht. Ihr Körper ist in Ordnung, ihre Steifheit nur eine Angewohnheit. An den Beinen vermitteln Bandagen Sicherheit. Ob es in der alten Herde ein altes Pferd gäbe? Das würde sie vermissen. In der neuen Herde sei ein beiges Pferd ihr Freund. Pandora liebt frisches, feuchtes Gras. Ihre Hinterbeine sind im Sommer gut, im Winter zieht es manchmal etwas.
Besitzer: Manches stimmt. Pandora war mit einem alten Wallach befreundet, den sie gerne besucht. Und ihr neuer Herdenfreund ist tatsächlich beige. Nur bekanntermaßen freunden sich ähnliche Pferde besonders leicht an. Pandoras Steifheit als Angewohnheit abzutun, ist riskant: Dahinter könnte ein ernsteres Problem stecken. Dafür muss kein gesundes Pferd bandagiert werden. Dass Spat im Winter mehr schmerzt als im Sommer, ist banal. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen hat Pandoras Besitzerin nie Kopfschmerzen.



