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Tierkommunikation: Die Psycho-Tricks der Gurus
Fall E: Der richtige Fuß
Bei Araberstute Flynn erkennen zwei Tiertelepathinnen ohne Seiteninfo das Bein mit dem Griffelbeinbruch.
Die von ihrer Besitzerin selbst gezüchtete Araberstute Flynn (12 Jahre) wird recht knapp als motiviert, fröhlich und im Gelände sehr sicher geschildert. Vor einigen Jahren wurde ein Griffelbeinbruch operiert und zurzeit gibt es Anlehnungsprobleme in der Dressur. Liegt die Ursache vielleicht im Hals?
Aussage Barbara R.: Flynn ist eine fröhliches Pferd, das die Zirkusarbeit und freien Spiele, die mit ihr gemacht werden, sehr liebt. Auch Gymnastik macht sie gerne, nur zieht es da im Hals. Deswegen empfiehlt Frau R., einen Osteopathen zu Rate zu ziehen. Außerdem zeigt Flynn der Telepathin kurz das linke Hinterbein in Schonhaltung. Flynn fühlt sich bei ihren Menschen wohl, weil diese sie so akzeptieren wie sie ist. Beim Reiten ist sie auch meist zufrieden. Besonders liebt sie es, wenn sie ganz schnell werden darf.
Aussage Kerstin G.: Die Tierkommunikatorin sieht Hals- und Rückenprobleme und vermutet, dass Flynns Sattel auf die Schulter drückt. Am linken Hinterbein gibt es vom Röhrbein abwärts diverse Disharmonien, und auch die Zähne sind nicht ganz in Ordnung.
Flynn ist selbstbewusst. Doch die Menschen wollen zu viel von ihr und loben zu wenig. Dabei macht Flynn Arbeit an sich sehr viel Spaß. Freiheitsdressur liebt sie, Bodenarbeit und Zirkus findet sie dagegen langweilig. Die starre Haltung in der Dressur mag sie nicht, sie bevorzugt eine freie Kopfhaltung, ohne Gebiss, am liebsten im Gelände.
Flynn ist oft eifersüchtig, wenn sich ihre Besitzerin mit einem anderen Pferd anstatt mit ihr befasst. Sie wünscht sich, dass der Mensch bei ihr fröhlicher ist, nicht so gestresst und abgearbeitet. Die Besitzerin soll mehr aufs Pferd eingehen, es nicht nur einfach bewegen.
Besitzer: Frau R. überzeugt nicht. Mit Flynn wird nicht gespielt, wie kann sie das lieben? Bei Anlehnungs- und Halsproblemen einen Osteopathen zu empfehlen, bedarf ebenso wenig hellseherischer Fähigkeiten wie die Erkenntnis, dass ein Araber gerne schnell läuft. Einmal hat sie Recht: Flynns Griffelbein war tatsächlich hinten links gebrochen.
Frau G. liegt nicht nur mit dem Bein richtig. Sie spricht auch Flynns Eifersucht an, auf die es zuvor keinen Hinweis gab. Die Besitzerin betreut gerade ein anderes Pferd mit, welches Flynn auf der Weide angreift. Flynn ist tatsächlich sehr eifrig, vor allem in der Freiarbeit. Dressurgymnastik behagt ihr nicht, doch das legen die Anlehnungsprobleme auch nahe. Hinsichtlich Sattel und Zähnen bestätigt Frau G. bereits vorhandene Vermutungen.



