Hafer: Qualität bei der Pferdefütterung ist oberstes Gebot

Der Hafer-Test: Schauen Sie tief ins Glas

Wenn Pferde Kraft brauchen, ist Hafer das beste Futter. CAVALLO hat getestet, worauf Sie bei der Hafer-Qualität achten müssen. Der Glas-Wasser-Test verrät innerhalb wenigen Minuten, wie hochwertig Ihr Getreide ist.

 

CAVALLO Hafer
Foto: Rädlein Der Glas-Wasser-Test: Je mehr Körner sich am Boden sammeln, desto wertvoller ist das Getreide.

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Die diesjährige deutsche Hafer-Ernte war katastrophal. Das Getreide ist energiearm, häufig auch schimmelig oder vermilbt. „Fressen Pferde verdorbene Körner, können sie Atembeschwerden bekommen“, warnt Dr. Anne Mößeler, Fütterungsexpertin an der Tiermedizinischen Hochschule in Hannover. „Schimmelpilze können Koliken auslösen oder die Nieren schädigen.“ Manche Pferde reagieren auch allergisch auf Milbenkot.

Die schlechte Ernte kündigte sich bereits im Frühjahr an. „Eigentlich wird Hafer im Februar gesät“, sagt Carsten Schmidt, Berater bei der IG Pflanzenzucht in Schleswig-Holstein. „In diesem Jahr konnten die Landwirte erst Ende März auf die Felder, weil der Winter so lange dauerte.“ Damit sich die Körner füllen, braucht junger Hafer Wärme und Wasser. In diesem Frühjahr war es zu trocken – das Getreide verkümmerte.

Erst vor der Ernte im August regnete es. „Dann, wenn man das Wasser nicht gebrauchen kann“, sagt Schmidt. Denn je reifer der Hafer, desto leichter können sich Pilze und Bakterien einnisten. Durch den Regen wurde das feuchte Getreide zu einem idealen Biotop für Milben und Keime.

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14.02.2011
Autor: Christiane Wehnert
© CAVALLO
Ausgabe 12/2010