Hufrehe: So deuten Sie Alarmsignale am Pferd richtig

Soforthilfe für Hufrehe-Patienten

Obwohl Hufrehe keine seltene Krankheit ist, ist sie nicht vollständig erforscht. Diskutiert wird noch über die konkreten Auslöser und erfolgreiche Therapien. Hufrehe-Patienten brauchen meist sofort Hilfe. CAVALLO gibt es die besten Tipps für den Notfall.

Hufrehe ist ein Notfall. Bis der Tierarzt eintrifft, sollte das Pferd auf sehr weichem Boden stehen und das betroffene Bein gekühlt werden. Dazu eignet sich eiskaltes Wasser (Foto unten rechts) oder ein Eimer mit gestoßenen Eiswürfeln. Die eiskalte Soforthilfe hat zwei enorme Vorteile: Kälte lindert den Schmerz und die Gefäße schwellen ab. „Die Hufrehe wird angehalten“, sagt Dr. Marc Koene, Leiter der Tierärztlichen Klinik für Pferde in Lüsche/Niedersachsen. Nur die Venolen, die das Blut aus dem Huf pumpen, bleiben leitungsschwach. Um einen Blutstau im Huf zu verhindern und die Gift- sowie Entzündungsstoffe abzutransportieren, verabreicht der Tierarzt Gerinnungshemmer. Zusätzlich ist ein Aderlass sinnvoll. Dabei werden dem Pferd mehrere Liter Blut abgezapft und durch die gleiche Menge Kochsalzlösung ersetzt. „Das verringert die Anzahl der roten Blutkörperchen“, sagt Dr. Hermann Josef Genn, Leiter der Pferdeklinik Mühlen in Niedersachsen. „Die restlichen Blutkörperchen rutschen so besser durch die Gefäße.“ Danach bekommt das Pferd einen dicken Polsterverband (linkes Bild) oder orthopädischen Hufbeschlag. Diese Maßnahmen sollen die weitere Senkung oder Rotation des Hufbeins verhindern

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Pferde reiten Reitsport CAVALLO Foto: VetSuisse Zürich
Pferde reiten Reitsport CAVALLO Foto: Privat
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CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
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27.03.2012
Autor: Redaktion CAVALLO/Christiane Wehnert
© CAVALLO
Ausgabe 03/2012