Hufrehe: So deuten Sie Alarmsignale am Pferd richtig

Alarmierende Hufrehe-Sympthome

Obwohl Hufrehe keine seltene Krankheit ist, ist sie nicht vollständig erforscht. Diskutiert wird noch über die konkreten Auslöser und erfolgreiche Therapien. Hufrehe-Patienten brauchen meist sofort Hilfe. CAVALLO gibt es die besten Tipps für den Notfall.

Was sind mögliche Ursachen für eine Hufrehe-Erkrankung? Zu viele leicht verdauliche Kohlenhydrate aus Gras oder Getreide, giftige Pflanzen, Kortisonpräparate, Stoffwechsel-störungen oder eine Kolik können einen gefürchteten Reheschub auslösen. Oft binnen weniger Stunden

Alarmsignale richtig deuten:

+Wärme:+ Fühlen Sie, ob Kronsaum oder Hufwand warm sind.

+Schmerz:+ In leichteren Rehe-Fällen ist das Pferd fühlig. Es kann Schritt laufen, möchte aber nicht traben. Hochgradig erkrankte Tiere sträuben sich gegen jede Bewegung. Ein weiterer Hinweis: Bei der Zangenprobe zieht das Pferd das Bein weg.

+Verfärbung:+ Fortgeschrittenes Rehe-Stadium: Die weiße Linie (Blättchenschicht) ist verbreitert und aufgefasert. Oft ist sie auch gelblich oder rötlich verfärbt.

+Rotation:+ Die tiefe Beugesehne zieht am hinteren Teil des Hufbeins. Die Spitze des Knochens kippt nach unten. Sohlendurchbruch droht!

+Das Hufbein löst sich:+ Bei Hufrehe wird die Aufhängung des Hufbeins in der Hornkapsel zerstört. Dieser Hufbeinträger besteht aus der Blättchenschicht von Hornwand und Huflederhaut, die über Lamellen eng verzahnt sind. Bei Hufrehe lassen Giftstoffe im Blut die Gefäßwände des Aufhängeapparats anschwellen. Das verringert die Durchblutung. Gleichzeitig werden die Gefäße durchlässiger. Flüssigkeit tritt aus und schädigt den Hufbeinträger. Die Lamellen greifen nicht mehr fest ineinander. Daraufhin löst sich das Hufbein, sackt ab oder rotiert!

Video starten: Therapie bei Hufrehe

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Fotostrecke: Sonografie: Ultraschall-Untersuchung am Pferd

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CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners
CAVALLO Ultraschall Foto: Tierklinik Partners

27.03.2012
Autor: CAVALLO Redaktion/Christiane Wehnert
© CAVALLO
Ausgabe 03/2012