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Chronisch Obstruktive Bronchitis - Cushing-Syndrom
Im CAVALLO Symptom-Lexikon finden Sie die Symptome der 100 wichtigsten Pferdekrankheiten. Hier: Chronisch Obstruktive Bronchitis - Cushing-Syndrom.
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Chronisch Obstruktive Bronchitis
Anfangs hustet das Pferd kaum beziehungsweise nur zu Beginn des Trainings sporadisch. Später wirkt es leistungsschwach, ermüdet und schwitzt schnell. Hustenattacken bis hin zur Atemnot sind aber selten.
Typisch ist die Sekretrinne in den Nüstern. „Die klare Grenze zwischen unpigmentierter Nasenschleimhaut und pigmentierter Haut wird unscharf, weil im entzündlichen Sekret Enzyme sind, die die pigmentierte Haut angreifen“, erklärt Pferdefachtierärztin Dr. Heike Kühn von der Pferdeklinik München-Riem.
Die Atemfrequenz sinkt nach Belastung langsamer und ist oft auch in Ruhe leicht erhöht (normal sind 8 bis 20 Atemzüge pro Minute). Aus den Nüstern kann schleimig-eitriger Ausfluss fließen. Beim Husten kann Schleim ausgeworfen werden.
Im weiteren Verlauf hustet das Pferd häufiger und atmet besonders
angestrengt, wenn es im staubigen Stall steht. Bleibt es ganztägig auf der Weide, hustet es weniger oder gar nicht mehr. Manche Pferde husten
allerdings nur im Sommer auf der Weide.
Im fortgeschrittenen Stadium muss das Pferd beim Ausatmen die Luft mit Hilfe der Bauchmuskeln herauspressen, wobei die Dampfrinne an der Flanke sichtbar wird. Das Pferd nimmt ab, bei geringster Anstrengung keucht es und ist kurzatmig.
Langes, lockiges Fell, großer Durst und Hufrehe sind typisch für die unheilbare Stoffwechselstörung, die von der Hirnanhangdrüse ausgeht.
Foto: Christiane Slawik
Cushing-Syndrom
Das Equine Cushing Syndrom, ECS, (sprich: kusching) beginnt schleichend ohne klinische Symptome. Später kann die Krankheit vielfältige Beschwerden verursachen. Am auffälligsten ist der so genannte Hirsutismus, ein unnatürlich langes und dickes Fell. Die Haare kräuseln sich zu Wellen oder Locken. Der Fellwechsel ist gestört oder funktioniert überhaupt nicht mehr. Bei manchen Pferden fallen die Haare im Frühjahr zwar wie gewohnt aus, wachsen aber schnell übermäßig lang nach.
Bei sehr vielen Pferden mit Cushing kommt es zur Insulinresistenz, was wiederum oft zu Hufrehe führt. „Wie bei Pferden, die unter dem Equinen Metabolischen Syndrom leiden, geht die Insulinsensitivität verloren, der Zuckerstoffwechel ist erheblich gestört“, sagt Pferdefachtierarzt Dr. Christian Bingold, Leiter der Pferdeklinik Großostheim/Bayern. Die Reheschübe bei ECS können mild verlaufen, machen den Tieren aber immer wieder zu schaffen. „Es kann auch zu klassischer akuter Rehe mit typischer Rehehaltung kommen“, sagt Dr. Bingold. Typisch sind die Neigung zu Hufgeschwüren sowie schlechte Hornqualität.
Viele Patienten saufen drei- bis viermal soviel wie gesunde Pferde und urinieren dementsprechend oft. Weil ECS-Patienten in einen katabolen (abbauenden) Stoffwechselzustand geraten, magern sie leicht ab, die Muskeln schwinden. Manche haben allerdings krankhafte Fettpolster, vor allem an Hals und Kruppe. Muskelschwäche und -schwund führen häufig zu Senkrücken und Hängebauch. Fruchtbarkeitsstörungen (zum Beispiel ausbleibender Eisprung bei Stuten) können auftreten.
Die Pferde wirken manchmal apathisch, oft ermüden und schwitzen sie sehr schnell. „Schlappheit und rasches Schwitzen sind im Frühstadium manchmal die einzigen Anzeichen“, so Dr. Bingold.
Weiterführende Informationen zu Ursachen, Risikopatienten, Verlauf, Folgeerscheinungen, Behandlung und Prävention dieser Krankheiten finden Sie im großen CAVALLO-Medizin-Kompendium.



