Know-how: Alles über Osteoporose beim Pferd

Mürbe gemacht

Mit dem Alter nimmt die Knochendichte ab. Tierärzte diagnostizieren deswegen gerne Osteoporose. Doch die gibt es bei Pferden nicht.

Fotostrecke: Pferdemedizin: Osteoporose beim Pferd

6 Bilder
Pferde reiten Reitsport CAVALLO Foto: VetSuisse Zürich
Pferde reiten Reitsport CAVALLO Foto: Privat
Pferde reiten Reitsport CAVALLO Foto: VetSuisse Zürich

 

Pferde reiten Reitsport CAVALLO
Foto: VetSuisse Zürich

Abraxas wurde nur zwölf Jahre alt. Neben Arthrose und Hufrollenentzündung quälte den Hannoveraner-Wallach laut Röntgenbildern noch etwas ganz anderes: Osteoporose, Knochenschwund.

„In allen vier Beinen lösten sich die
Knochen auf“, erzählt seine Besitzerin
Abena Hannah Flemming aus Bremen,
die ihren Wallach vom Tierarzt komplett durchröntgen ließ. „Ein Knochen im Hinterhuf war sogar schon gebrochen.“ Stehen konnte der schwarze Wallach kaum noch. Laut Blutprobe, die der Tierarzt nahm, litt Abraxas unter starken Schmerzen. Er wurde eingeschläfert. Woher die Auflösungserscheinungen der Knochen kamen, kann sich seine Besitzerin nicht erklären. „Er war ja noch nicht alt und auch kein Turnierpferd, das hohe Leistungen bringen musste.“

Die Diagnose Osteoporose, mittlerweile immer öfter gestellt, löst bei Dr. Anton Fürst von der Pferdeklinik der Schweizer Universität Zürich allerdings Kopfschütteln aus: „Osteoporose beim Pferd gibt es nicht. Meist ist es eine Fehldiagnose oder ein falsch interpretiertes Röntgenbild“, sagt der Leitende Oberarzt.

15.05.2010
Autor: Kristina Glaser
© CAVALLO
Ausgabe 07/2008