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Wenn Pferde schwitzen - worauf Reiter achten sollten
Warum schwitzen Pferde überhaupt? Plus Grafik: So ist die Haut aufgebaut
Schweiß dient dem Pferd hauptsächlich als Kühlmittel zur Thermoregulation.
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Damit ein 500 Kilo schweres Pferd mit 5 Quadratmetern Körperoberfläche vom Schwitzen erfrischt wird, braucht es viele Schweißdrüsen: In einem Quadratzentimeter Haut liegen daher neben Talgdrüsen an die 400 bis 500 schlauchförmige Schweißdrüsen. Sie sorgen dafür, dass das Pferd nicht überkocht. Ein Pferd schwitzt, wenn es sich bewegt. Das bedeutet: die Körpertemperatur steigt. Normalerweise liegt sie zwischen 37,2 und 38,3 Grad. "Bei hoher Belastung kann die Körpertemperatur bis auf 41 Grad steigen", erklärt Dr. Julia Vietmeier, Tierärztin aus Kalletal/Nordrhein-Westfalen. Damit sich das Pferd nicht noch mehr aufheizt, befeuchtet Schweiß Haut und Haar. Die Verdunstungskälte kühlt den Pferdekörper. Das hält die Körpertemperatur des Pferds unabhängig von der Umgebungstemperatur weitgehend konstant. Bei einer Außentemperatur von 18 bis 20 Grad schwitzt ein Pferd rund 17 bis 19 Milliliter Schweiß pro Kilogramm Lebendmasse innerhalb von zwei Stunden bei Belastung. Je höher Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit sind, desto geringer ist die Kühlwirkung: Der Schweiß verdunstet nicht mehr, sondern tropft wirkungslos am Pferd herunter. Je stärker der Temperaturunterschied zwischen Pferd und Luft, desto besser kühlt der Schweiß. Weil die Feuchtigkeit im Winter in der kalten Luft kondensiert, dampfen schwitzende Pferde deutlich sichtbar.



