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Koppel-Saison: Pferde richtig anweiden
Vorsicht: Eiweiß im Gras!
Die Weidezeit hat begonnen – und damit die Debatte um das Eiweiß im jungen Gras. Schadet es Pferden? Wie viel Eiweiß ist gesund?
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Die meisten Pferdebesitzer glauben, dass eiweißreiches Futter mehr schadet als nutzt. Sie fürchten, dass durch zu viel Eiweiß Hufrehe und Koliken ausgelöst werden.
Das ist zwar nur die halbe Wahrheit. Trotzdem meiden viele Reiter die eiweißreichen Wiesen im Frühjahr und füttern auch sonst lieber eiweißreduziertes Pferdemüsli.
Obwohl Wissenschaftler schon vor Jahren herausfanden, dass Hufrehe nicht allein durch Eiweiß verursacht wird, hält sich der Eiweiß-Irrglaube hartnäckig. Dabei sind bestimmte Kohlenhydrate (vor allem Stärke im Getreide oder Fruktane im Gras) die deutlich gefährlicheren Rehe-Auslöser.
Hohe Eiweißmengen – insofern ist die Furcht vor Eiweiß zum Teil begründet – können aber das Absenken des Hufbeins fördern. Die Fütterung von zu viel Eiweiß stört außerdem die Verdauung des Pferds, weil es die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringt: Das Pferd bekommt Durchfall. Weil zu viel Eiweiß auch Koliken auslösen kann, sollte man Pferde behutsam ans Gras gewöhnen und die Weidezeiten von Minuten über Stunden bis zum halben oder ganzen Tag steigern.
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