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"Es geht nur ums Geld"
Ein Rechtsanwalt schlägt Alarm: Fleischhändler aus Bayern machen Profit mit todkranken Pferden. CAVALLO-Redkteurin Linda Krüger beschreibt, was hinter dem Geschäft mit dem Mitleid steckt.
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- 2Missbrauch in großem Stil
- 3Todkranke Pferde zum Verkauf angeboten
- 4Schlachtpferderettung ist „Betrug und Tierquälerei“
Vorsicht bei Schlachtpferderettung! Zur Diskussion im CAVALLO-Forum!
Warmblutwallach Pilgrim litt unheilbar unter Rehe, das Hufbein stand kurz davor, durch die Sohle zu brechen. Über das seriös wirkende Portal www.schlachtpferderettung.de wurde Pilgrim für 1200 Euro als Freizeitpferd verkauft. Ein paar Tage später musste er eingeschläfert werden.
„Beim Verkauf hieß es, er müsse nur mal zum Hufschmied“, sagt Lisa Becker (Name geändert), die Pilgrim als Geburtstagsgeschenk von ihrem Ehemann bekam. Pilgrim ist kein Einzelfall. Das Geschäft mit dem Mitleid gutgläubiger Menschen auf Kosten leidender Pferde blüht. „Bei Pferdeverkäufen wird schon einiges geschönt. Was im Fall von www.schlachtpferderettung.de über meinen Schreibtisch lief, spottet jeder Beschreibung“, sagt der Münchner Rechtsanwalt Bernhard Schmeilzl. „Da nutzen Fleischhändler das Mitleid vieler Pferde- liebhaber aus und verkaufen todkranke Tiere noch teils für über 1000 Euro als Freizeitpferde.“
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13.12.2008
© CAVALLO Ausgabe 01/2009
Autor: Linda Krüger
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