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Wurmkuren - Medikamente aus dem Netz sind mangelhaft
Vorsicht bei Wurmkuren aus dem Internet
Im Internet hat sich der Handel mit Wurmkuren etabliert. Wer sie anbietet, macht sich strafbar. CAVALLO nennt schwarze Schafe. Plus Umfrage und Gewinnspiel!
Der Preis ist heiß und die Paste nur einen Mausklick entfernt. Eine Wurmkur der Marke „Ivomec P“ gibt es im Internet bereits für 12,45 Euro, zehn Packungen sind für billige 119,50 Euro zu haben.
Der günstige Tarif verblüfft selbst Fachleute. „Für das Geld bekomme ich das Mittel nicht mal im Einkauf“, kommentiert die württembergische Tierärztin Elke Maiwald das Angebot des holländischen Internet-Anbieters HomeoVet Animal Care.
Es sind vor allem holländische Firmen, die per Internet Tierarzneimittel zu Dumpingpreisen anbieten. So kostet das AntiPilzmittel Imaverol (100 Milliliter) bei HomeoVet 16,95 Euro, die selbe Menge in Deutschland beim Tierarzt knapp 22 Euro, in der Apotheke sogar 23,70 Euro.
Der billige Fang im Netz hat freilich einen scharfen Haken: Wurmmittel sind in Deutschland rezeptpflichtig – und er rezeptpflichtige Medikamente per Internet kauft, verstößt gegen das Arzneimittelgesetz (AMG) und macht sich somit strafbar. Sogar Apothekern und Tierärzten ist der Versand verschreibungspflichtiger Tierarzneimittel per Post innerhalb der Landesgrenzen verboten.
Das freilich ist kaum jemandem klar, wie das Beispiel Ebay zeigt. Im Internet-Auktionshaus bieten mittlerweile Privatleute verschreibungspflichtige Pasten wie Ivomec P, Furaxel oder Eraquell an - wogegen Ebay eigentlich vorgehen müßte. Denn in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Ebay in § 7 (Verbotenene Artikel) heißt es glasklar: „Insbesondere dürfen folgende Artikel weder beschrieben noch angeboten werden: Arzneimittel, Medizinprodukte, soweit deren Verkauf nach den gesetzlichen Regeln verboten ist.“
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„Immer mehr Würmer sind resistent, Wurmkuren wirken daher nur noch teilweise oder gar nicht mehr“, sagt Anne Becher, Tierärztin in der Pferdepraxis Dr. Müller im bayerischen Freilassing.
Um die Entwurmungsstrategien zu verbessern, führt das Institut für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München eine internationale Befragung unter Pferdebesitzern durch – in Zusammenarbeit mit der Pferdepraxis Dr. Müller, dem Institut für Marketing an der LMU München sowie den Universitäten Kopenhagen und Georgia/USA.
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