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Ansteckende Blutarmut: Pferd eingeschläfert
In Hessen gibt es einen neuen Fall von ansteckender Blutarmut (Equine Infektiöse Anämie). Das betroffene Pferd wurde am Freitag eingeschläfert.
Das aus Rumänien stammende Tier war am Mittwoch positiv auf Equine Infekiöse Anämie getestet worden. Es stammt aus einem Stall in Hüttenberg bei Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis) mit weiteren 27 Pferden.
Die Behörden sperrten den Stall. Derzeit wird untersucht, ob sich der Virus auf die anderen Pferde übertragen hat.
Auch im Landkreis Fulda stehen zwei Pferdehöfe unter Beobachtung. Das eingeschläferte Pferd wurde offenbar zusammen mit anderen Tieren ohne gültige Gesundheitspapiere aus Rumänien zunächst in den Landkreis Fulda importiert.
Insgesamt soll es sich um mindestens 60 Pferde handeln, die zwischen Juni 2008 und Mitte 2010 illegal nach Deutschland gebracht wurden. Nach Behördenangaben befinden sich nur noch elf Pferde im Landkreis Fulda.
Ein Teil der Pferde sei in den Lahn-Dill-Kreis verkauft worden. Wo sich die übrigen Pferde befinden, sei noch nicht bekannt.
Die Equine Infektiöse Anämie (EIA) ist eine Viruserkrankung. Sie verläuft chronisch und endet immer tödlich. EIA wird meist von blutsaugenden Insekten von Pferd zu Pferd übertragen, selten durch direkten Körperkontakt.
Eine Impfung oder Heilung ist nicht möglich. Pferde, die den Virus in sich tragen, müssen daher getötet werden. Für Menschen ist EIA ungefährlich.
Aktuelle Informationen zum Thema:
"Blutarmut bedroht Pferde"
Nassauische Neue Presse
"Hygieneregeln beachten: Verdacht auf ansteckende Blutarmut"
animal-health-online Redaktion
"Ansteckende Blutarmut vermutlich bei Pferden im Landkreis Kassel"
nh24.de



