CAVALLO Mistgabel: Luftwaffenamt spielt Begegnung von Hubschrauber und Reiter herunter

CAVALLO Dressur im Gelände
Foto: Rädlein
Die CAVALLO Mistgabel geht an einen unbekannten Sachbearbeiter des Luftwaffenamts, der eine gefährliche Begegnung von Hubschrauber und Reiter herunterspielte.

Monika Nunn ist sauer. Die Reiterin aus dem kleinen fränkischen Ort Dutzenthal hatte mit ihrem Pferd Kimba eine ziemlich unangenehme Begegnung mit einem amerikanischen Kampfhubschrauber. Alles nicht so schlimm, fand ein Offizier des Luftwaffenbundesamts, bei dem sich Monika Nunn darüber beschwerte.

Zum Vorfall: Monika Nunn war mit Kimba auf einem Feldweg unterwegs, als in etwa 500 Meter Entfernung ein Helikopter der US-Armee auftauchte. „Ich dachte, der landet“, erzählt Monika Nunn. Stattdessen flog der Apache-Kampfhubschrauber direkt auf sie zu. Er ging auf etwa 20 bis 30 Meter runter und flog dann mit etwa zehn Pferdelängen Seitenabstand an ihr vorbei.

Zum Glück stand Kimba sechs Jahre neben dem Nürnberger Flughafen und ist Lärm gewöhnt. „Er tänzelte ein bisschen, blieb aber sonst ruhig“, sagt Monika Nunn. Prinzipiell habe sie auch gar nichts gegen Übungsflüge des Militärs. „Aber das ging zu weit“, sagt Monika Nunn: „Der Pilot hätte uns aus der kurzen Entfernung doch sehen müssen.“

Sie schrieb Gemeinde-, Landes- und Bundesbehörden an, die Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises, beschwerte sich bei US-Armee und Luftwaffe und erstattete Anzeige. Das Ergebnis: mitfühlende Worte und ein paar Entschuldigungen. Die Anzeige wurde mangels Beweisen eingestellt.

Das ist unbefriedigend. „Wirklich geärgert habe ich mich über das Telefonat mit der Beschwerdestelle des Bundesluftwaffenamts“, sagt Monika Nunn. „Der zuständige Offizier meinte einfach, dass auf der Autobahn auch täglich Menschen sterben.“ Dafür gibt es die CAVALLO-Mistgabel.

27.10.2013
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO
Ausgabe Dezember 2013 /2013