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CAVALLO-Unterschriften-Aktion: Sagen Sie Nein zur Rollkur!
01.02.2010 von Christine Felsinger, Chefredakteurin CAVALLO
Die Rollkur soll jetzt endgültig salonfähig werden. Das, so fürchten Rollkur-Kritiker, ist Ziel eines Runden Tischs, zu dem die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) für den 9. Februar ein halbes Dutzend Experten nach Lausanne eingeladen hat.
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Einziger deutscher Teilnehmer: Dr. Gerd Heuschmann, Tierarzt aus Warendorf, langjähriger CAVALLO-Experte und streitbarer Gegner der Rollkur, bei der Pferden die Nase ungesund auf die Brust gezogen wird.
„Der Runde Tisch könnte eine Lachplatte werden, aber ich gebe alles, damit es nicht so wird. Ich will denen einen Riesen-Packen Unterschriften auf den Tisch knallen, damit die wissen, was Reiter in aller Welt von der Rollkur halten“, so Dr. Heuschmann im Gespräch mit CAVALLO.
„Wir sind gerade mal zwei oder drei Teilnehmer, die gegenüber der Rollkur kritisch eingestellt sind. Der Rest ist entweder dafür oder hat keine Ahnung, weil er sich gar nicht mit Trainingswissenschaft oder Medizin beschäftigt, sondern mit Marketing.“
Bereits vor zwei Jahren hatte die FEI Studien initiiert und Experten am Ende zu einem Workshop geladen, um die Folgen der Rollkur für die Pferdegesundheit zu diskutieren. Ergebnis: Die Rollkur wurde beschönigend in „Hyperflexion“ umbenannt und deren Auswirkungen höchst schwammig formuliert.
Ein damals an der Studie beteiligter Tierarzt äußerte sich im Gespräch mit CAVALLO schon 2007 skeptisch über die Neutralität und Ausgewogenheit der Meinungen, die sich in den offiziellen Studienresultaten wiederfand – Motto: Veröffentlicht wird, was genehm ist.
Der Round Table in Lausanne wird diesen Trend zum Schönreden weiter fortsetzen, befürchten die Rollkur-Kritiker. Dr. Heuschmann: „Man wird irgendeine Übereinstimmung finden, wer seine Pferde wann in Hyperflexion reiten darf.“ Damit ist für die Pferde nichts gewonnen: weil es Richtern bei Turnieren nicht gelingen wird, diese feine Differenzierung in der Praxis auf die Schnelle zu kontrollieren. Und weil es Tausende Durchschnittsreiter gibt, die sich rollende Profis zum Vorbild für ihr tägliches Training nehmen, ohne dass je ein Richter ein Auge darauf haben kann.
CAVALLO hat in Sachen Rollkur eindeutig Position bezogen und dies durch viele Artikel untermauert. Einige davon finden Sie auch hier auf der Homepage. Wenn Sie ebenfalls für pferdegerechtes Reiten sind und der FEI Ihre Meinung sagen möchten: Signalisieren Sie hier mit Ihrer Unterschrift, was Sie vom Runden Tisch am 9. Februar erwarten: ein klares Nein zur Hyperflexion. Und deutliche Sanktionen für alle Reiter, die ihre Pferde auf Abreiteplätzen oder in Prüfungen so weit aufrollen, dass die Nasenlinie hinter der Senkrechten liegt.
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01.02.2010
© CAVALLO Ausgabe 02/2010
Autor: Christine Felsinger, Chefredakteurin CAVALLO
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