Verliert Beerbaum seinen Platz im Kader?

Nach Aussagen von Ludger Beerbaum in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ist offen, ob er bei Turnieren künftig für Deutschland starten wird.

Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hatte Olympiasieger Ludger Beerbaum erklärt: „In der Vergangenheit hatte ich die Haltung: Erlaubt ist, was nicht gefunden wird." Lange hat der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum in der anhaltenden Doping-Debatte um den Springsport geschwiegen. Jetzt drohen dem Weltklassereiter Konsequenzen.

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) will die Kader-Zugehörigkeit des Springreiters prüfen, nachdem der 45-Jährige am Sonntag mit einer Aussage über seinen Umgang mit Medikationen bei Pferden für Wirbel sorgte. „Es wird in den nächsten Tagen Gespräche mit Beerbaum geben. Es kann sein, dass der Springausschuss überprüft, ob er weiter zum Kader gehört“, sagte FN-Sprecher Dennis Peiler.

Der zweifache Team-Weltmeister kritisiert seit langem die im Wettkampf geltende Nulllösung. Beerbaum hatte sich dagegen ausgesprochen, dass in Zukunft sämtliche Medikationen an Top-Pferden dokumentiert und dem neuen Teamtierarzt Jan-Hein Swagemakers (Gehrde) vorgelegt werden müssen.

Beim Verkauf eines Millionenpferdes sei die Gefahr groß, dass der Käufer an Informationen im Stallbuch gelangen wolle. So könne der Preis fallen. „Die Pferde haben schließlich einen Marktwert“, sagte Beerbaum.

Wie naiv sind Reitsportfans? Zur Diskussion im CAVALLO-Forum

26.05.2009
Autor: Redaktion CAVALLO
© CAVALLO