Doping-Urteil: FEI sperrt Isabell Werth für sechs Monate

Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) hat die Dressurreiterin Isabell Werth für sechs Monate gesperrt. Bei ihrem Nachwuchspferd Whisper war das verbotene Psychopharmakon Fluphenazin nachgewiesen worden.

„Die Strafe befindet sich im Bereich ähnlich gearteter Fälle. Der Fall ist als Doping klassifiziert. Dies entspricht auch unserem Verständnis, so dass wir das Urteil akzeptieren“, kommentierte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach.

Im Rahmen einer Medikationskontrolle am 30. Mai 2009 beim internationalen Pfingstturnier in Wiesbaden wurde bei Whisper die Dopingsubstanz Fluphenazin nachgewiesen. Nach Aussagen der fünffachen Olympiasiegerin Isabell Werth leidet Whisper an der sogenannten "Zitterkrankheit".

Bei einer ersten Anhörung Werths am 25. Juni vor dem FEI-Tribunal verzichtete die Dressurreiterin auf die Öffnung der B-Probe, so dass die FEI zeitnah das Hauptverfahren gegen die Reiterin eröffnen konnte.

Die bisherige Zeit der Suspendierung wird auf die Sperre angerechnet, so dass Isabell Werth beginnend vom 23. Juni bis zum 22. Dezember 2009 gesperrt ist. Die Sperre ist erst dann rechtskräftig, wenn die Reiterin auf Rechtsmittel zum Court of Arbitration for Sport (CAS) verzichtet. Die Eingabe muss innerhalb der nächsten 30 Tage beim CAS erfolgen.

Der Start von Isabell Werth bei den Olympischen Spielen 2012 in London ist damit nicht gefährdet. Derzeit konzentriert sich die Dressurreiterin ohnehin auf andere Dinge - sie ist schwanger.

Autor: Redaktion CAVALLO
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