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FN diskutiert den Boykott der Weltreiterspiele 2010
Im Kampf gegen die Lockerung der Medikationsbestimmungen im Reitsport schließt die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) selbst den Boykott der Weltmeisterschaften 2010 nicht länger aus.
FEI gibt Doping frei - zur Diskussion im CAVALLO-Forum
FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau kündigte Widerstand gegen die neuen Regeln an, die bei der Generalversammlung des Internationalen Reiterverbandes (FEI) vergangene Woche in Kopenhagen festgelegt wurden.
Die Freigabe bestimmter Medikamente zur Behandlung von Pferden durch den Weltverband FEI sorgt für einiges Unverständnis und wird von Experten als Rückschritt bewertet. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) will die neue Regelung in Absprache mit großen Turnierveranstaltern verweigern. Unverständlich ist die Entschärfung des bisherigen Regelwerkes auch deshalb, weil diese teilweise gar nicht mit den Tierschutzgesetzen einiger europäischer Länder vereinbar ist.
Ein neuer Europäischer Reitverband könnte dabei ein Ausweg sein: 40 Verbände haben sich bereits zum European Equestrian Forum (EEF) zusammengeschlossen. Vielleicht ist die Abspaltung vom Weltreitverband FEI damit mehr als eine leere Drohung.
Bei der FEI-Generalversammlung hatten Delegierte eine Liste mit Medikamenten und Substanzen genehmigt, von denen einige bisher verboten waren, aber zukünftig ganz oder bis zu gewissen Obergrenze erlaubt sind. Dazu gehören die Schmerz- und Entzündungshemmer Finaldine und Phenylbutazon, das in den 90er Jahren bereits verboten worden war.
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