Tolle Bilder: So erlebt Vielseitigkeitsreiter Michael Jung die Geländeprüfung in Marbach - plus Fotostrecke! mehr ...
Neue Richtlinien für FEI-Stewards
Die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) hat neue Richtlinien für Stewards veröffentlicht. Mit diesem Regelwerk sollen Stewards Vorgaben an die Hand bekommen, wie sie auf dem Vorbereitungsplatz bei regelwidrigem Abreiteverhalten handeln können.
An den Richtlinien, die durch eine sechsköpfige Arbeitsgruppe entwickelt wurden, wirkten unter anderem Frank Kemperman als deren Vorsitzender und der deutsche Trainer Wolfram Wittig (Rhaden) mit.
Weitere Impulse gab es vom deutschen Tierarzt Dr. Gerd Heuschmann (Warendorf), dem niederländischen Dressurtrainer Sjef Janssen und dem FEI-Komitee Springen.
Ziel der ab dem 15. Mai 2010 gültigen internationalen Richtlinien ist es, nicht akzeptable Trainingsmethoden und Techniken zu unterbinden. Darunter fallen der unsachgemäße Umgang mit dem Pferd, zu dem das Überbelasten des Pferdes, aggressives Reiten und das Zufügen von Schmerzen und Unbehagen zählen.
Insbesondere sind für die Stewards Handlungsanweisungen aufgeführt bezüglich der Flexion des Pferdehalses vor und während des Trainings im Rahmen eines Turniers. So sollen Bewegungen, bei denen das Pferd eine anhaltende oder feste Position, ohne zwischenzeitliche Änderung hat, nur maximal zehn Minuten andauern dürfen.
Entsprechende Kopf- und Halsstellungen werden den Stewards in Form von Abbildungen an die Hand gegeben. Dem Reiter ist es untersagt, sein Pferd grob zu behandeln, schroffe Hilfen zu geben oder konstanten unnachgiebigen Druck auf das Maul des Pferds durch eine feste Arm- und Handposition anzuwenden. Die Richtlinien geben vor, dass es Aufgabe des Stewards ist, für die Einhaltung dieser Vorgaben zu sorgen und gegebenenfalls einzuschreiten.



