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Interview Matthias Rath: "Ich freue mich auf Kentucky"
Im Interview mit CAVALLO spricht Dressurreiter Matthias Rath über die Vorbereitungen zu den Weltreiterspielen vom 25. September bis 10. Oktober 2010 in Kentucky.
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Matthias Alexander Rath hatte schon als kleiner Junge Kontakt zu Pferden: sein Vater, Klaus-Martin Rath ist Pferdewirtschaftsmeister; sein Onkel, Karsten Huck, erfolgreicher Springreiter und Bronzemedaillengewinner bei den Olympischen Spielen 1988. Einen deutlichen Karriereschub konnte Rath verzeichnen, nachdem sich seine Stiefmutter, die erfolgreiche Dressurreiterin Ann Kathrin Linsenhoff, entschieden hatte, ihm ihr Erfolgspferd Sterntaler Unicef zu überlassen. Mit dem dunkelbraunen Oldenburger Wallach wurde Matthias Rath 2008 Dressurmeister der Herrenwertung.
Während der Weltreiterspiele 2010 führt Matthias Rath einen Blog und berichtet im Tagebuch aus Kentucky über seine Erlebnisse.
CAVALLO: Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) möchte Reiter jetzt nicht nur während des Trainings, sondern auch im Wettkampf kontrollieren. Wie muss man sich das vorstellen?
Matthias Rath: Ich selbst habe das während eines Turniers noch nicht erlebt. Ich weiß aber, dass die Reiter, die zum Test müssen, per Losverfahren bestimmt werden. Als Kaderreiter muss ich 365 Tage im Jahr angeben, wo ich mich aufhalte. Zudem muss ich eine Stunde täglich festlegen, während der ich für einem Doping-Test bei mir zu Hause zur Verfügung stände. Hat der Weltreiterverband (FEI) nach einem solchen Test nichts zu beanstanden, hört man nichts mehr.
Können Sie diese Vorgaben gut in ihren Tagesablauf als Profi-Reiter einbauen?
Es ist zwar mühsam, aber so ist es eben. Andererseits wüsste ich nicht, womit ich dopen sollte. Dafür gibt es keinen Grund. Die kurze Zeit im Viereck steht jeder Berufsreiter konditionell locker durch.
In Kürze beginnen die Weltreiterspiele in Kentucky. Sind die Pferde der Dressur-Equipe gemeinsam über den großen Teich geflogen?
Ja, unsere Pferde wurden gemeinsam transportiert. Wir haben sie davor gewissenhaft bewegt, damit sie ausgeruht fliegen konnten. Nach der Ankunft mussten die Pferde 48 Stunden in Quarantäne.
Fliegt Ihr Pferd Sterntaler UNICEF gerne?
Im Grunde ja. Starten und landen ist kompliziert, aber der Flug selbst kann für ein Pferd leichter und angenehmer sein als eine Fahrt mit dem Hänger - solange der Flieger nicht in Turbulenzen gerät.
Welche Ziele haben Sie für die Weltreiterspiele 2010 in Kentucky?
Als Mannschaft wollen wir die Silbermedaille - Gold wird schwierig. Die Holländer sind derzeit einfach stark. Silber wäre ein super Erfolg - und es wäre realistisch. Wir sind eine gute Mannschaft. Für mich wäre es Erfolg unter die besten zehn Reiter in der Einzelwertung zu kommen. Bei der Europameisterschaft 2009 war ich Sechster. Diese Leistung würde ich gerne wieder abrufen.
Das sind für Sie die ersten Weltmeisterschaften - sind Sie schon nervös?
Wir sind eine junge Mannschaft und wir unterstützen uns gegenseitig, deshalb freue ich mich schon sehr auf die Tage in Kentucky. Ich freue mich auch auf den Wettkampf. Sterntaler UNICEF und ich kennen uns schon eine Weile - und auf ihn ist Verlass. Auf dem Turnier legt er sich immer noch etwas mehr ins Zeug als zu Hause.
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