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Interview mit Klinikleiter: "Fluphenazin beruhigt und ist im Dressursport beliebt"
25.06.2009 von Redaktion CAVALLO
Im Interview mit CAVALLO erklärt René van den Hoven, Leiter der Klinik für Interne Medizin der Veterinärmedizinischen Universität in Wien, wozu Pferden Fluphenazine verabreicht werden.
In welchen Situationen verabreicht der Tierarzt Fluphenazine?
Es braucht nicht immer der Tierarzt sein, auch Pfleger, Trainer oder Besitzer können das Mittel verabreichen. Ziel ist es, die Pferde damit zu beruhigen. Populär ist das Präparat bei Dressurprüfungen, aber auch in der Vielseitigkeit.
Bei welchen Symptomen wird der Stoff gespritzt?
Es gibt keine Beziehungen zu Krankheitsbildern. Es dient lediglich der Senkung von Nervosität. Die Dosierung kann auch schief gehen und zu Nebenwirkungen führen. Das Medikament wird verwendet, um die Dressurleistung oder das Benehmen im Rennen zu verbessern. Es wird damit illegal angewandt.
Wie wird das Shivering Symptom eigentlich behandelt?
Wir wissen noch nicht genau, was Shivering verursacht, deshalb ist derzeit jede Therapie ein Schuss ins Dunkle. Es wird deshalb auch vieles ausprobiert ohne eine logische Begründung.
Wie stark beeinträchtigt das Shivering Symptom die erkrankten Pferde?
Manchmal nicht oder kaum. Nur der Schmied hat Probleme beim Heben der Hinterbeine. Rückwarts zu gehen löst manchmal die Krankheit aus. Bei einem Kutschenpferd - einem Shire - habe ich selbst die Erfahrung gemacht: Nach dem Halten an einer Verkehrsampel kam das Pferd kaum vorwärts als es das Gespann anziehen musste.
Wie wirkt sich die Krankheit auf Reitpferde aus?
Im Grunde sind sie unbelastet und haben wenig Probleme. Viele haben auch bei einer starken Belastung keine große Probleme.
So wirken Fluphenazine:
Fluphenazine (Prolixin) gelten als humanes Psychopharmakon. Für Tiere ist Fluphenazine nicht zugelassen. Wird es dennoch angewandt kann es beruhigend wirken und hilft Angstzustände zu unterbinden. Es hat im Vergleich zu ähnlichen Präparaten eine relativ lange Wirkdauer.
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25.06.2009
© CAVALLO
Autor: Redaktion CAVALLO
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