Madame Nou, Deutschlands ältestes Pony, ist tot


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CAVALLO Reitverein Berlin Zehlendorf
Foto: Udo Schönewald

 

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Trauer beim Kinder- und Jugend-, Reit- und Fahrverein Zehlendorf e.V. (KJRFV) und seinem Förderverein, dem Verein für tierischen Ruhestand e.V.: Die Shetty-Dame Madame Nou ist auf ihrer Koppel für immer eingeschlafen. Mit ihren über 50 Jahren war sie das älteste Pony Deutschlands, wenn nicht weltweit.

Seit 1974, nachdem die Shetty-Stute Madame Nou vom Schlachter gerettet wurde, lebte sie in Zehlendorf-Düppel beim heutigen Kinder- und Jugend-, Reit- und Fahrverein Zehlendorf e.V. (KJRFV). In den folgenden 18 Jahren lehrte sie im Schulbetrieb rund 1500 Kindern das Reiten und galoppierte bei Jagden durch den Grunewald. Am Dienstag, den 20. August, ist Madame Nou nachmittags auf ihrer Koppel für immer eingeschlafen.

Daneben wurde sie Mutter von sieben Fohlen und prägte die Pony-Herde im KJRFV wie keine andere. Ab 1992 genoss sie ihren wohlverdienten Ruhestand. Die letzten Jahre bis zu ihrem Tod wurde sie täglich liebevoll von Gloria Riènzner, Gründungsmitglied des „Verein für tierischen Ruhestand e.V.“ versorgt und betreut.

Der Förderverein des KJRFV ermöglicht den alten und kranken Pferden und Ponys des Kinder- und Jugendreitvereins ihr Gnadenbrot, wenn sie nicht mehr im Reitschulbetrieb eingesetzt werden können. Denn es gehört zur Philosophie des gemeinnützigen Reitvereins, seine Tiere bis zu ihrem Tod zu versorgen.

Madame Nou hat sich leider von einer Schlundverstopfung, die sie sich vor einigen Wochen zugezogen hatte, nicht mehr erholt. Sie konnte nicht mehr fressen, magerte ab und wurde immer schwächer. Auf ihrer Koppel wurde sie von einem Tierarzt der Klinik für Pferde an der FU Berlin erlöst.

Zum Artikel: "Madame Nou und ihre Reitkinder" Einem Porträt von Madame Nou und dem KJRFV

Madam Nou wurde 50 - Das älteste Pony Deutschlands




Der KJRFV e.V. - ein etwas anderer Sportverein für ALLE Kinder

Der Kinder- und Jugend-, Reit- und Fahrverein Zehlendorf e.V. praktiziert mit seinen rund 400 Vereinsmitgliedern und über 100 Ponys und Pferden seit nunmehr 25 Jahren das selbstverständliche Miteinander von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung und kooperiert dazu mit verschiedenen Einrichtungen in Berlin und Brandenburg. Moderate Mitgliedsbeiträge ermöglichen Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten den Zugang zum Reiten. Alle Pferde und Ponys stehen den Kindern und Jugendlichen in gleichen Maßen zur Verfügung, so dass keine 2-Klassen-Gesellschaft zwischen Privatpferdebesitzern und Schulpferdereitern entsteht.

Der KJRFV ist nicht nur ein gemeinnütziger Sportverein, sondern versteht sich als eine Kinder- und Jugendfreizeitstätte, in der die Mitglieder einen Großteil ihrer Freizeit sinnvoll verbringen, und lernen, Verantwortung für ihre Mitmenschen und andere Lebewesen zu übernehmen. Die Pferde und Ponys leben artgerecht in offenen Ställen auf Koppeln im Herdenverband. Zur Philosophie des Vereins gehört es außerdem, Verantwortung für chronisch kranke oder alte Tiere, die nicht mehr geritten werden können bis zu ihrem Tode zu übernehmen. Unsere Auszeichnungen, u.a. 2012: Gütesiegel „Vorbildlicher Verein“ als erster Verein in Deutschland durch die Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), 2009: 1. Platz "Innovationspreis des Berliner Sports“ und Preisträger des Bündnisses „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ (2008), 2008: Goldener Stern des Sports als viertbester Verein Deutschlands.

Verein für tierischen Ruhestand e.V.

Der Verein übernimmt seit 2009 die Funktion eines Fördervereins für alte oder dauerhaft kranke Ponys und Pferde des KJRFV, ist jedoch organisatorisch unabhängig. Ziel des Vereins ist es, Pferden und Ponys, die teilweise über 20 Jahre reitbegeisterte Kinder- und Jugendliche des KJRFV in ihren freizeitsportlichen Fortschritten begleitet haben, einen artgerechten und würdevollen Ruhestand zu ermöglichen. Für unsere Taten sind wir bereits mehrfach ausgezeichnet worden.