Medikationsverfahren: Wird Isabell Werth für die Europameisterschaften 2013 nominiert?

Entscheidung Ende Juni: Dressurreiterin Isabell Werth könnte trotz des laufenden Verfahrens wegen verbotener Mediaktion ihres Pferds El Santo für die Teilnahme an der Dressur-EM im August in Herning (Dänemark) nominiert werden.

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Laut der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) gibt es keine rechtliche Grundlage Isabell Werth (43) wegen des laufenden Medikations-Verfahrens nicht zu nominieren.

Sprich: Für die Reiterin gilt die Unschuldsvermutung und wenn die reiterliche Leistung stimmt, kann sich Isabell Werth für die Europameisterschaft der Dressurreiter 2013 im August qualifizieren.

Hintergrund: Bei Isabell Werths Pferd El Santo war nach den Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld 2012 die verbotene Substanz Cimetidin nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich nicht um Doping, sondern um verbotene Medikation. Denn Cimetidin wird beispielsweise bei Magengeschwüren eingesetzt. International ist das Mittel erlaubt, national aber verboten. Eine von der FN ausgesprochene Sperre für Werth würde aber auch international gelten.

Die Disziplinarkommission der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) hat für Ende Juni eine Sitzung terminiert und könnte die elfmalige deutsche Meisterin für mehrere Monate sperren. Nachdem sich Isabell Werth auf Don Johnson aber mit einem zweiten Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Balve 2013 erfolgreich zurückgemeldet hat, würde es auch eine Schwächung für die deutsche Dressur-Equipe bedeuten, wenn sie nicht bei der Europameisterschaft 2013 starten könnte.

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11.06.2013
Autor: Redaktion CAVALLO
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