Chromosomen: Neue Theorie in der Pferdezucht

Ob Isländer oder Dressur-Superstar Totilas – die männlich machenden Y-Chromosomen aller Hengste dieser Welt ähneln sich extrem.

 

Zucht Theorie Chromosomen
Foto: Stuewer Drei männliche Isländer-Fohlen auf der Weide: Sie besitzen das gleiche Y-Chromosom wie alle anderen Hengste.

Dass das vor 1000 Jahren anders war, zeigt eine neue Untersuchung. Wissenschaftler vom Insitut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin sowie Forscher aus England verglichen die DNA von 15 000 bis 47 000 Jahre alten Wildpferden mit dem Erbgut moderner Hengste. Noch bei einem vor 2800 Jahren gestorbenen domestizierten Hengst fanden sie einen väterlichen Genotyp, der heute nicht mehr existiert.

Die geringe Gen-Variabilität moderner Hengste ist offenbar eine Folge der Pferdezucht der vergangenen 1000 Jahre, so die Wissenschaftler. Anscheinend züchtete man schon damals nur mit den besten Hengsten. Im Gegensatz zu männlichen Tieren unter- scheiden sich Geschlechtschromosomen von Stuten enorm: Bei ihnen wurden bereits über 100 mütterliche Linien nachgewiesen.

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22.11.2011
Autor: Redaktion CAVALLO
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Ausgabe 11/2011