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Der lästige Schüttelreiz
Wenn Pferde pausenlos die Köpfe schwenken, kann das mehr als 60 Gründe haben. Es dient als Ventil gegen Stress, wird durch Reiten, Zahnfehler oder Licht ausgelöst.
Das Headshaking plagt Pferde seit mehr als 200 Jahren.
Foto: Christiane Slawik
Wie kommen Sie der Ursache systematisch auf die Spur? Die CAVALLO-Redaktion hat eine Checkliste erstellt, die Sie hier kostenlos downloaden können.
Was versteht man unter Headshaking?
Das Pferd reagiert, als krabbele eine Fliege in seiner Nase. Es schüttelt reflexartig seinen Kopf in alle Richtungen, schnaubt oder niest. Manche Pferde ziehen permanent die Oberlippe hoch wie beim Flehmen und spielen mit der Zunge. Sie stampfen mit den Vorderbeinen, rubbeln die Nase an den Beinen oder schubbern sie an Zaunpfahl oder Trog. Einige reiben sich die Nase auch im Trab am Boden und scheuern sich die Nüstern blutig. Aus der Nase läuft klarer bis weißlicher Schleim; die Augen tränen.
Häufig zeigen Pferde solche Symptome unter Stress. Viele schlagen nur beim Auftrensen oder beim Reiten mit dem Kopf – meist nach der Lösungsphase. Andere schleudern beim Turnier mit dem Kopf.
Oft verstärken sich die Symptome an warmen, sonnigen Tagen. Manche Pferde reagieren auf Lichtreflexe im Schnee. Lichtempfindliche Headshaker wollen starkes Sonnenlicht meiden, stellen sich in den Schatten, stecken ihr Gesicht unter den Schweif des Nachbarn oder drücken ihr Gesicht gegen die Wand. Beim Saufen tauchen sie die Nüstern tief unter Wasser. Wind kann die Symptome verschlechtern oder verbessern.



