Interview: Medizin Workshop "Equine Back Days" in Wien
Wie Reiter Pferden mit Problemen im Kreuz helfen, sagt Trainerin Susanne von Dietze. Kein Geheimnis: Viel leichte Bewegung bewirkt oft Wunder!
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CAVALLO: Hat das Pferd Rückenschmerzen, tappen viele Tierärzte im Dunkeln. Wie findet man schnellstmöglich den Auslöser?
von Dietze: Das Pferd muss gründlich von einem Tierarzt untersucht werden. Wie schwierig das tatsächlich manchmal ist, zeigte sich bei den „Equine Back Days“ in Wien. Drei renommierte Tierärzte aus Frankreich, England und Amerika untersuchten zusammen mit den Teilnehmern mehrere Pferde, die Rückenschmerzen hatten. Die Tiere galten als hoffnungslose Fälle. Sie waren bereits in Behandlung, aber niemand konnte ihnen helfen. Obwohl die Workshop-Tierärzte sehr erfahren sind, konnten selbst sie nicht bei allen Pferden eine eindeutige Diagnose stellen.
Können Pferde mit Rückenproblemen überhaupt noch geritten werden?
Tiere mit Rückenschmerzen brauchen Bewegung. Boxenruhe hilft nicht. Gutes Reiten ist sogar besser als Freilaufen oder Longieren. Das habe ich den Teilnehmern beim Workshop gezeigt: Meine Schülerin hatte ein sehr talentiertes Dressurpferd, dessen Kreuz-Darmbein-Gelenk beim Training blockierte. Es stieg schon beim Betreten der Halle.
Ihre Lösung des Problems?
Ich habe nur am Sitz und der Einwirkung der Reiterin gefeilt. Danach stieg das Pferd nicht mehr, ließ den Rücken locker und wirkte zufrieden.
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