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Wurmkuren richtig dosieren
Forscher sind alarmiert: Immer mehr Pferdewürmer überleben, weil falsch und zu selten entwurmt wird. CAVALLO zeigt Ihnen, wie Sie es besser machen.
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- 2Wechsel der Wirkstoffe
- 3Parasiten im Pferd
- 4Wogegen sind Pferde resistent?
- 5Vorsicht bei der Gabe von Wurmkuren bei Fohlen
- 6Eine Plage für Pferde
- 7Voodo mit der Wurmkur
- 8Darauf müssen Sie achten
- 9Entwurmungsplan für ein Jahr
- 10So kommt die Wurmkur garantiert ins Pferd
Würmer haben ein freches Mundwerk. Sie saugen sich zielstrebig durch die Eingeweide, schlürfen Blut und nagen an Schleimhautzellen. Sie stehlen dem Pferd Energie aus dem Futter und hinterlassen zum Dank schwere Koliken, Löcher im Magen oder platzende Blutgefäße.
Nur alle paar Monate stürzt den Schmarotzern ein Schwall Chemie entgegen, der sie lähmt und ihr Zellskelett zerstört. Doch die Wurmgifte aus der Plastik-Maulspritze putzen den Pferdedarm nicht mehr so wirksam durch, wie Tierärzte es sich wünschen.
Schuld sind, so hart es klingt, jene Reiter, die an der Wurmkur sparen oder zur falschen Zeit entwurmen. Denn das macht immer mehr Würmer unempfindlich (resistent) gegen die Pasten, an denen Pharmazeuten seit 50 Jahren forschen.
Derzeit kennen die Wissenschaftler drei moderne Waffen gegen die häufigsten Endoparasiten des Pferds (endo=im Körperinneren), zu denen Spulwürmer, Strongyliden, Bandwürmer und Larven der Magendasselfliege zählen.
Die chemischen Namen dieser Anti-Wurmwirkstoffe sind kompliziert, aber wichtig: 1. Benzimidazole (steht im Beipackzettel der Wurmkur zum Beispiel als Thiabendazol, Fenbendazol, Mebendazol); 2. Pyrantel-Salze (zum Beispiel Pyrantelpamoat, Pyrantelembonat); 3. Makrozyklische Laktone, auch Avermectine genannt (Ivermectin, Moxidectin).
Mitmachen und gewinnen: Wissenschaftliche Umfrage der Ludwig-Maximilians-Universität München
„Immer mehr Würmer sind resistent, Wurmkuren wirken daher nur noch teilweise oder gar nicht mehr“, sagt Anne Becher, Tierärztin in der Pferdepraxis Dr. Müller im bayerischen Freilassing.
Um die Entwurmungsstrategien zu verbessern, führt das Institut für Vergleichende Tropenmedizin und Parasitologie der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München eine internationale Befragung unter Pferdebesitzern durch – in Zusammenarbeit mit der Pferdepraxis Dr. Müller, dem Institut für Marketing an der LMU München sowie den Universitäten Kopenhagen und Georgia/USA.
Mitmachen lohnt sich: Exklusiv unter CAVALLO-Lesern werden fünf Untersuchungspakete für Kotproben im Wert von jeweils 160 Euro verlost.
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10.07.2009
© CAVALLO Ausgabe 04/2004
Autor: Christine Felsinger
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